Götz George ist bereits in der vergangenen Woche gestorben.

Götz George ist bereits in der vergangenen Woche gestorben.

Foto: Jens Kalaene/dpa

Promis

Götz George ist tot

Von Lili Maffiotte
27. Juni 2016 // 06:28

Der schnodderige "Tatort"-Kommissar Schimanski war seine Paraderolle. Doch Götz George war viel mehr als "Schimmi". Er war einer der vielfältigsten Schauspieler des Landes und ein Mensch mit vielen Facetten. Er wurde 77 Jahre alt.

Der rauhbeinige "Tatort"-Kommissar

Er starb bereits am 19. Juni, nach kurzer Krankheit, wie seine Agentin am späten Sonntagabend in Berlin mitteilte. George wurde 77 Jahre alt. Für Millionen Fernsehzuschauer war George vor allem Horst Schimanski, der raubeinige "Tatort"-Kommissar aus dem Ruhrgebiet. Binnen 32 Jahren verkörperte er diese Rolle 48 Mal, im Fernsehen und auf der Kinoleinwand.

Trauer über Twitter unter #George

Die Todesnachricht löste Betroffenheit und Trauer aus. "Adieu, Schimmi. Mit Götz #George verliert unser Land einen unserer großen Charakterdarsteller", twitterte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). "Sehr traurig" war auch Frank-Walter Steinmeier (SPD) - der Bundesaußenminister bezeichnete George als einen "der größten deutschen Schauspieler". Die Grünen-Bundesvorsitzende Simone Peter schrieb: "Ein toller Schauspieler mit Ecken und Kanten. Er wird unvergessen bleiben!"

Mehr als nur "Tatort"

Doch George war weit mehr als TV-Kommissar Schimanski. Eine seiner berühmtesten Kinorollen hatte der gebürtige Berliner als homosexueller Massenmörder Fritz Haarmann in "Der Totmacher" von 1995. In Satiren wie "Schtonk!" oder "Rossini" zeigte George sein komödiantisches Talent. 2007 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Deutschen Fernsehpreis geehrt. Sechs Jahre später spielte er im TV-Drama "George" seinen eigenen Vater Heinrich, der wegen seiner Schauspieler-Karriere in der Nazi-Zeit umstritten war.

Beisetzung im engsten Kreis

George hatte stets wenig Aufhebens um sein Privatleben gemacht, wollte stattdessen lieber über die Schauspielerei reden. Auch die Nachricht über seinen Tod wurde erst mit siebentägiger Verzögerung an die Öffentlichkeit gegeben. "Götz George hat sich eine Verabschiedung im engsten Kreis gewünscht", hieß es in der Mitteilung der Agentin. Von weiteren Nachfragen solle aus Rücksicht auf die Privatsphäre der Familie abgesehen werden. Die "Bild" berichtete, George sei in Hamburg im Kreis der Familie beigesetzt worden. Dazu wollte die Agentin keine Angaben machen.

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