Ein Star kommt ins Rentenalter - und startet nochmal durch: Phil Colliins wird 65.

Ein Star kommt ins Rentenalter - und startet nochmal durch: Phil Colliins wird 65.

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Promis

Phil Collins wird 65

Von nord24
30. Januar 2016 // 08:00

Phil Collins macht sich selbst das größte Geburtstagsgeschenk. Der britische Sänger und Schlagzeuger hat sich wieder mit seiner Ex-Ehefrau Orianne Cevey versöhnt. "Ja, ich bin sehr glücklich, wieder mit Orianne und meinen beiden Söhnen Nicholas und Matthew zusammenzuleben", sagte Collins in einem Interview, das der Popsender SWR3 am Freitag in Stuttgart veröffentlichte. Heute feiert der Solokünstler und frühere Sänger und Schlagzeuger von "Genesis" seinen 65. Geburtstag. "Wir haben beide eingesehen, dass es ein Fehler war, auseinanderzugehen und diesen Fehler haben wir korrigiert", sagte Collins. Er könne jetzt wieder ein Vater für seine Söhne sein, sie von der Schule abholen, mit ihnen Hausaufgaben machen und einfach Zeit mit ihnen verbringen. "Das ist ein wunderschönes Geschenk." Collins und Cevey hatten 1999 geheiratet und sich 2008 wieder scheiden lassen. Die Scheidung sorgte für Schlagzeilen, weil der Musiker seiner dritten Ex-Frau die Rekordsumme von 32 Millionen Euro zahlen musste. Collins, der als Solokünstler und mit "Genesis" mehr als 250 Millionen Platten verkaufte, hatte die Schweizer Übersetzerin auf einer Tour kennengelernt. Nach der Scheidung stürzte der am Genfer See und in Miami lebende Popstar in eine tiefe Depression. Nun scheint der größte Popstar der 80er Jahre, der derzeit ein Comeback versucht, wieder auf dem Glückspfad zu sein. "Wenn mich mein Publikum zurückwill, dann werde ich mich nicht wehren", sagte er kürzlich in einem "Zeit"-Interview. Mit einer Retrospektive seiner Soloalben legt er derzeit seine alte Musik neu auf. Neue Songs sind nicht dabei.

Mit seiner Band schrieb Phil Collins Musikgeschichte

In den 70er und 80er Jahren schrieb Collins mit seiner Band Genesis und Titeln wie "Carpet Crawlers" und "Land Of Confusion" Musikgeschichte. Als Solokünstler verkaufte er ab 1981 mehr als 100 Millionen Schallplatten und nochmals 150 Millionen mit "Genesis". Im Jahr 2004 kündigte er nach einem Hörsturz an, dass er sich aus dem Showgeschäft zurückziehen wolle. Seither läuft sein Dauer-Comeback oder seine Pause auf Raten, wie manche Musikkritiker ätzen. Phil Collins, geboren 1951 im Londoner Stadtteil Chiswick, schrieb großartige Popsongs mit größtmöglicher Breitenwirkung. Es waren höchst radiotaugliche Stücke wie "Against All Odds", "Another Day In Paradise" und "In The Air Tonight" - ein Titel, der die Zeiten überstehen wird. Er gehörte zum Jetset der Popmusik, trommelte für Freunde wie Eric Clapton, war Produzent und schrieb die Soundtracks für die Disney-Produktionen "Bärenbrüder" und "Tarzan". Collins mit dem Image des netten Kerls von nebenan hatte alles erreicht - und stürzte ab. Vielleicht klopften ihn die oft böszüngigen Kritiker in den Feuilletons weich, die ihn für "uncool" erklärten. Der Musiker vermochte das, was nur wenigen Künstlern gelang: Er traf den musikalischen Nerv der Generation der Babyboomer, er war Massengeschmack pur - und galt auch deshalb als der meistgehasste Popstar. Schon hartgesottene "Genesis"-Fans hatten ihn nach dem Weggang des extrovertierten Sängers Peter Gabriel im Jahr 1975 geschmäht. Phil Collins war für sie der "Judas", der die hohe Kunst von "Genesis" an den Pop verkaufte, wie der "Spiegel" schrieb. Schließlich führte der kleine Drummer, der mit seiner nasalen Stimme die Gesangsparts übernahm, die aufgeblasene Progressive-Rock-Fregatte "Genesis" in kommerzielles Fahrwasser.

Schlagzeugspiel durch Nervenleiden beeinträchtigt

Nach der Scheidung von seiner Frau Orianne verkroch sich der sensible und eigentlich humorvolle Kumpeltyp in seinem Haus und griff zum Alkohol. Toll sei es gewesen, populär zu sein, doch habe er dafür einen hohen Preis gezahlt, erzählte er. Phil wollte wieder der Philip von einst sein, der Typ, der seine Ruhe hatte. Er habe "die Schnauze voll" von Phil Collins gehabt, sagte der Musiker, dessen Schlagzeugspiel durch ein Nervenleiden seiner Finger beeinträchtigt ist.

Phil Collins arbeitet an neuen Songs und - vielleicht - gibt es auch wieder Konzerte

Zurück ins Showbusiness will Collins vor allem wegen seiner Söhne, "die sehen sollen, was ihr Dad so macht", wie er dem Magazin "Rolling Stone" sagte. Er arbeite an neuen Songs und ja, vielleicht gebe es auch wieder Konzerte. Seinen 65. Geburtstag feiert Collins übrigens mit seinen "Genesis"-Bandkumpels, Mike Rutherford (Gitarre), Tony Banks (Keyboards) sowie Tony Smith, dem Manager der Kultband. Nur wenig Hoffnung besteht indes für eine Wiedervereinigung in der Originalbesetzung mit dem Sänger Peter Gabriel: "Das würde nur funktionieren, wenn ich Schlagzeug spiele, aber das geht aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr", sagte Collins dem SWR. Mit einem Gerücht will Phil Collins aber endgültig aufräumen: "Eine Reunion ist nie an einem angeblichen Streit oder Konflikt zwischen Peter und mir gescheitert. Ich mag ihn immer noch sehr gerne und ich weiß, dass er dasselbe für mich empfindet."

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