US-Moderatorin Oprah Winfrey (r) spricht bei einem Interview mit Prinz Harry von Großbritannien und seiner Ehefrau Herzogin Meghan

US-Moderatorin Oprah Winfrey (rechts) interviewt Prinz Harry und Herzogin Meghan.

Foto: Joe Pugliese/Harpo Productions/dpa/PA Media

Promis

Royaler Rassismus und Selbstmordgedanken: Meghan und Harry packen aus

Von Benedikt von Imhoff und Christian Fahrenbach
8. März 2021 // 06:44

Enormer Druck, der Palast als goldener Käfig und Rassismusvorwürfe gegen die Royals: Mit deutlichen Worten haben Herzogin Meghan und Prinz Harry ein erschütterndes Bild des britischen Königshauses gezeichnet.

Brisante Aussagen im Interview

Persönliche Angriffe gegen Mitglieder der royalen Familie vermied das Paar. Doch brisant sind die Aussagen im Interview mit US-Moderatorin Oprah Winfrey dennoch. Immer wieder kam die Sprache auf Rassismus - und Meghan berichtete ausführlich von Selbstmordgedanken.

„Ich wollte einfach nicht mehr am Leben sein“

„Ich wollte einfach nicht mehr am Leben sein“, sagte Meghan in dem mit Spannung erwarten Interview des US-Senders CBS am Sonntagabend über ihre Zeit, in der sie mit Sohn Archie schwanger war. „Ich dachte, es würde die Situation für alle lösen.“ Es sei keine abstrakte Idee mehr gewesen. Von der königlichen Familie fühlten sich der Enkel von Queen Elizabeth II. und seine Frau im Stich gelassen - gerade beim Thema Rassismus. In den Jahren, die Meghan im Palast verbrachte, sei nie ein Familienmitglied gegen rassistische Angriffe und „koloniale Untertöne“ in der Berichterstattung aufgestanden, kritisierte Harry. „Das hat weh getan.“

Meghan und Harry wollen Rassismus in der engeren Familie erlebt haben

Im Gegenteil: Rassismus hat das Paar nach eigenen Worten auch von der engeren Familie erfahren. Als sie mit Söhnchen Archie schwanger war, habe es Bedenken gegeben, „wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird“, sagte Meghan. Während sie alle anderen Fragen offen beantworteten, schwiegen sich die Eheleute hier aber über die Details aus. Er werde nie sagen, wer mit ihnen darüber gesprochen habe, betonte Harry. Und Meghan sagte, sie wolle sich nicht genauer äußern, weil dies „sehr schädlich“ für einige Personen wäre. Es sei aber wohl klar, dass ein dunkelhäutiges Baby ein Problem für den Palast gewesen wäre. Die Mutter der 39-Jährigen Amerikanerin ist schwarz. (dpa/mb)

Immer informiert via Messenger
Der BFV hält an der Strafe für den OSC Bremerhaven wegen Nicht-Antretens fest. Richtig so?
346 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger