Kurt Krömer, Komiker und Schauspieler, blickt zur Seite.

Der 48-jährige Kurt Krömer hatte im Dezember 2022 überraschend seine im RBB-Fernsehen ausgestrahlte Sendereihe "Chez Krömer" beendet. Es sei an der Zeit für neue künstlerische Abenteuer, sagte er zur Begründung.

Foto: Sommer/dpa

Promis

Kurt Krömer gibt linearem Fernsehen keine Zukunft

6. Januar 2023 // 06:40

Der Comedian Kurt Krömer betrachtet lineares Fernsehen in einer öffentlich-rechtlichen Struktur als Auslaufmodell.

„Das finde ich traurig"

"Es ist den Menschen nicht mehr möglich, zu einer bestimmten Uhrzeit eine Sendung einzuschalten. Das finde ich traurig", sagte Krömer dem "Spiegel".

„Geht unter wie die ,Titanic‘“

Lineares Fernsehen sei ein sinkendes Schiff. "Der Maschinenraum dieser 'Titanic' ist mit Wasser vollgelaufen", sagte Krömer und führte aus: "Die Handwerker haben schon ein paar Mal oben im Tanzsaal Bescheid gesagt. Dort wird aber noch Champagner getrunken, die Kapelle spielt irgendwas. Die hören nicht, dass das ganze Ding untergeht."

Nie eingeengt gefühlt

Er selbst habe sich in 17 Jahren beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk nie eingeengt gefühlt. "Aber da war immer so eine Angst, die das Arbeitsklima geprägt hat. Niemand will ein Risiko eingehen, der Apparat ist zu groß, in den Gremien sitzen Gremlins", sagte Krömer: "Es ist eben eine Behörde, da wird nicht ausgeschert." (epd)

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