Eine Frau legt einen Blumenstrauß am Eingang der Bonanza Creek Film Ranch ab.

Nach dem tödlichen Schuss aus einer Requisitenwaffe des Schauspielers Alec Baldwin auf die Chef-Kamerafrau am Set eines Westerns sind viele Details des Geschehens weiterhin unklar.

Foto: picture alliance/dpa/AP

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Viele Details zum Todesschuss von Alec Baldwin noch unklar

24. Oktober 2021 // 13:05

Viele Details zum Todesschuss stehen noch aus, aber der ebenfalls verletzte Regisseur und der Ehemann des Todesopfers meldeten sich zu Wort.

Viele Details zum Baldin-Todesschuss noch unklar

Zwei Tage nach dem tödlichen Schuss aus einer Requisitenwaffe bei einem Filmdreh in New Mexico in den USA sind viele Details weiter unklar. Die Polizei hatte bis zum Samstagabend (Ortszeit) keine genauen Angaben zum Tod von Chef-Kamerafrau Halyna Hutchins veröffentlicht oder erklärt, wie genau sich aus der versehentlich von Schauspieler Alec Baldwin abgefeuerten Waffe ein tödlicher Schuss lösen konnte.

Polizei erklärt, es geben noch offene Fragen

Zu den Umständen des Todes von Halyna Hutchins und dem Projektil gebe es offene Fragen, hatte die Polizei in Santa Fe bereits am Freitagabend (Ortszeit) der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt. Die Ermittler hätten den Drehort des Westerns „Rust“ durchsucht.

Regie-Assistent dachte, die Waffe sei nicht geladen

Der Regieassistent, der die Requisitenwaffe an Baldwin übergab, glaubte nach seiner Aussage, die Waffe enthalte keine Munition, zitierten der Fernsehsender CNN und sein lokaler Partnersender KOAT aus einem Polizeibericht. Als aber der Schauspieler die Waffe am Donnerstag abfeuerte, kam es zu der Tragödie.

Schuss in die Brust

Laut des Berichts wurde die 42-jährige Chef-Kamerafrau Hutchins demnach in die Brust getroffen und erlitt tödliche Verletzungen, der hinter ihr stehende Regisseur Joel Souza (48) wurde in der Schulter getroffen und ins Krankenhaus gebracht.

Regisseur meldet sich zu Wort

Souza hat am Samstag erstmals in einem Statement auf den Tod der Chef-Kamerafrau des Films reagiert. „Ich bin tieftraurig über den Tod meiner Freundin und Kollegin Halyna“, erklärte Souza der Film-Webseite „Deadline“ und weiteren US-Medien. „Sie war freundlich, lebhaft, unglaublich talentiert, hat um jedes Detail gekämpft und mich immer ermuntert, mehr zu geben.“

Welche Munition war geladen?

Unklar war weiter, um welche Art Munition oder welche Fehlfunktion der Requisite es sich bei dem tödlichen Schuss handelte. „Wir haben noch keine Details zur Patrone, die in der Waffe war“, hatte der Polizeisprecher dazu der dpa am Freitag erklärt.

Baldwin veröffentlicht Statement auf Twitter

„Es gibt keine Worte, um den Schock und die Trauer auszudrücken angesichts des tragischen Unfalls, der das Leben von Halyna Hutchins beendet hat“, hatte Baldwin am Freitag auf Twitter geschrieben. „Ich kooperiere vollkommen mit der polizeilichen Untersuchung, um herauszufinden, wie diese Tragödie geschehen konnte“, hatte der Hollywood- und TV-Star hinzugefügt. „Und ich stehe in Kontakt mit ihrem Ehemann, um ihm und seiner Familie meine Unterstützung anzubieten.“

Ehemann dankt für Anteilnahme

Hutchins‘ Ehemann Matt dankte per Twitter im Namen der Familie für die öffentliche Anteilnahme. Er bat um Spenden für ein Stipendienprogramm für Kamerafrauen, das vom Amerikanischen Filminstitut AFI im Namen der Verstorbenen ins Leben gerufen wurde. (dpa)

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