Die 60er-Jahre-Architektur des Columbusbahnhofs spiegelt den Optimismus der Wirtschaftswunderjahre wider.  Foto Scheer

Die 60er-Jahre-Architektur des Columbusbahnhofs spiegelt den Optimismus der Wirtschaftswunderjahre wider. Foto Scheer

Foto: Bockwoldt/dpa

Schiffe & Häfen

Freudenhaus mit Meerblick

Von Christoph Barth
1. April 2016 // 08:00

Seit Jahren sucht die Hafengesellschaft Bremenports einen Investor für den alten Columbusbahnhof. Jetzt hat ein niederländischer Investor sein Interesse bekundet, das Gelände in ein horizontales Gewerbegebiet zu verwandeln. Dem Vernehmen nach soll es sich um die Rotterdamer Rotlichtgröße Arjen Poppen handeln, der bereits in mehreren europäischen Häfen Großbordelle betreibt.

Bars und Striplokale

Wie aus Hafenkreisen verlautete, will Poppen in dem weitläufigen Gebäudekomplex mehrere Bars und Striplokale sowie bis zu 100 Zimmer für Amüsierdamen unterbringen. Zurzeit liefen allerdings noch Verhandlungen mit der Landesgleichstellungsbeauftragten, ob ein Teil der Zimmer für männliche Prostituierte und Transgender-Erotikdienstleister zur Verfügung gestellt werden muss. Insgesamt will der Holländer rund 30 Millionen Euro in den Großpuff investieren.

"Wir sind keine Moralwächter"

Die Hafengesellschaft Bremenports sagte zu, sie wolle die Ansiedlung unterstützen. „Wir sind keine Moralwächter“, betonte Bremenports-Sprecher Rüdiger Staats. Die Flächen hätten viel zu lange leer gestanden; deren Unterhaltung koste jedes Jahr eine sechsstellige Summe. „Deshalb werden wir die Planung unterstützen, wenn die Politik uns darum bittet“, so Staats.

Bulgaren drohen mit Rache

Auf wenig Begeisterung stoßen die Pläne im Rotlichtviertel an der Lessingstraße. Durch die verkehrsgünstige Lage im Hafen könnte das neue Etablissement der Szenemeile die Kundschaft abspenstig machen. Ein bulgarischer Zuhälter, der namentlich nicht genannt werden wollte, deutete auf Nachfrage sinngemäß an, man werde „den Holländer“ an seinen männlichen Geschlechtsteilen an einer Containerbrücke aufhängen und „ganz langsam zu Wasser lassen“. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS wollte sich nicht zu den Plänen äußern, kündigte jedoch für den heutigen 1. April eine Pressemitteilung an.

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