Rabatchaos bei den Hafengebühren: 30000 Euro Hafengebühren muss ein Reeder bezahlen, wenn er sein großes Containerschiff an der Stromkaje legt.

30000 Euro Hafengebühren muss ein Reeder bezahlen, wenn er sein großes Containerschiff an der Stromkaje legt.

Foto: Scheer

Schiffe & Häfen

Rabatt-Chaos bei den Hafengebühren

Von Klaus Mündelein
15. Februar 2016 // 17:00

Sind in Bremerhaven die Hafengebühren zu hoch? Rund 30 000 kostet es eine Reederei, wenn sie eines ihrer großen Containerschiffe an der Stromkaje anlegen lässt. Eigentlich müssten es sogar über 46 000 Euro sein. Aber die Rabatte für die Kundschaft gehört inzwischen zur Normalität.

Günstigere Hafengebühren in Hamburg

Hamburg gewährt auch Rabatte, liegt aber dennoch mit rund 25 000 Euro pro Anlauf unter den Sätzen in Bremerhaven. Dass es dennoch keinen Aufschrei gibt, liegt daran, dass diese offiziellen Vergleichswerte doch nur Annäherungen sind. Nur die Hafenverwaltung und der Reeder wissen, was wirklich bezahlt wird. Die Gebühren in den Häfen von Hamburg bis Antwerpen werden auf so unterschiedliche Weise erhoben, dass alle Analysten verzweifeln. „Eine Vergleichbarkeit ist nicht mehr möglich“, heißt es in der Analyse der Hafenbehörde des Landes Bremen.

Unterschiedliche Rabatte bei Hafengebühren

Es gibt unterschiedliche Gebührenberechnungen nach Fahrtgebieten, nach Umschlagmengen oder nach Art des Weitertransports. Dann gibt es unterschiedliche Rabatte je nach Häufigkeit der Anläufe, für die Stromnutzung oder für umweltfreundliche Antriebe.

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