Marco Behns (l) und Vormann Ulrich Fader tragen auf der griechischen Insel Lesbos ein gerettetes Mädchen aus Afghanistan von Bord des Seenotrettungskreuzers "Minden".

Marco Behns (l) und Vormann Ulrich Fader tragen auf der griechischen Insel Lesbos ein gerettetes Mädchen aus Afghanistan von Bord des Seenotrettungskreuzers "Minden".

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Schiffe & Häfen

Seenotretter der "Minden" bergen Migranten vor Lesbos

Von Lili Maffiotte
12. März 2016 // 16:25

In der Nacht zum Samstag sind auf den griechischen Inseln erneut Migranten aus der Türkei angekommen. Die griechische Küstenwache berichtete, sie habe am Morgen 100 Menschen auf zwei Schlauchbooten vor der Insel Chios aufgenommen. Der deutsche Seenotretter "Minden", der zwischen der Insel Lesbos und der türkischen Küste kreuzt, rettete am Samstag bei drei Einsätzen 165 Menschen aus dem Meer.

8200 Flüchtlinge auf den griechischen Inseln

In den vergangenen drei Tagen haben dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zufolge fast 5000 Flüchtlinge die Überfahrt von der Türkei zu den nahen griechischen Inseln gewagt. Den Angaben nach halten sich auf den griechischen Inseln insgesamt 8200 Flüchtlinge auf. Insgesamt sollen es in Griechenland derzeit mehr als 42 000 Menschen sein. Der Einsatz der "Minden" ist Teil der Initiative ·Members assisting Members· der International Maritime Rescue Federation (IMRF). In ihr sind 125 Organisationen aus 48 Ländern zusammengeschlossen. Im Rahmen des internationalen Einsatzes unterstützen die deutschen Seenotretter derzeit ihre griechischen Kollegen.

Seenotretter der "Minden" bergen Migranten vor Lesbos

Marco Behns aktualisiert im Hafen von Mitilini auf der griechischen Insel Lesbos eine Strichliste an der Bordwand des Seenotrettungskreuzers Minden, die die Zahlen der Einsätze und geretteten Flüchtlinge anzeigt.

Foto: Kay Nietfeld/dpa

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