Zoff wegen Boykott im Hafen: Im Nordhafen lag die "Cosco Teng Fei". Vergeblich hatte die Gewerkschaft Verdi versucht, das Löschen des Schiffs zu boykottieren.

Im Nordhafen lag die "Cosco Teng Fei". Vergeblich hatte die Gewerkschaft Verdi versucht, das Löschen des Schiffs zu boykottieren.

Foto: Scheer

Schiffe & Häfen

Zoff um Boykott im Hafen

Von Klaus Mündelein
4. Februar 2016 // 12:21

Zoff um Boykott im Hafen: Die Gewerkschaft Verdi wollte die Abfertigung des Autotransporters "Cosco Teng Fei" boykottieren. An dem Boykott sei sie durch die BLG gehindert worden, sagen die Gewerkschafter. Die BLG weist die Vorwürfe zurück. "Die Fahrer hatten jederzeit die Möglichkeit, dem Boykottaufruf zu folgen", sagt BLG-Sprecherin Julia Schmelter.

Druck durch Aufruf zum Boykott

Die Fracht ist inzwischen gelöscht, das Schiff hat den Hafen wieder verlassen. Aber der Ärger bleibt. Die Gewerkschafter werfen der Reederei vor, den Seeleuten einen Tarifvertrag zu verweigern. Sie befürchten zudem, dass das billige Bordpersonal  einmal den Job der Hafenarbeiter übernimmt und die Autos selbst von Bord fährt. Mit einem Boykottaufruf sollten die Hafenarbeiter dazu gebracht werden, die Arbeit auf dem Schiff zu verweigern, um so Druck auf die Reederei auszuüben.

Keinen Kontakt zu den Arbeitern für Boykott-Aufruf

Aber ihnen sei noch nicht einmal von der BLG erlaubt worden, an der Rampe in Kontakt mit den Hafenarbeitern zu treten, beklagt sich Susan Linderkamp, die für Verdi und die Internationale Transportarbeiter-Föderation am Schiff im Einsatz war. Erst zum Ende der Schicht hätten sie die Arbeiter zum Boykott aufrufen können.

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