Vor knapp zwei Wochen hatten Hafenarbeiter mit Beginn der Frühschicht mit einem 24-stündigen Warnstreik die Abfertigung von Container- und Frachtschiffen in Deutschlands großen Nordseehäfen weitgehend lahmgelegt.

Vor knapp zwei Wochen hatten Hafenarbeiter mit Beginn der Frühschicht mit einem 24-stündigen Warnstreik die Abfertigung von Container- und Frachtschiffen in Deutschlands großen Nordseehäfen weitgehend lahmgelegt.

Foto: picture alliance/dpa

Schiffe & Häfen

Hafenarbeiter-Löhne: Das brachte die sechste Verhandlungsrunde

Von dpa
6. Juli 2022 // 17:41

Die Hafenarbeiter wollen mehr Lohn, doch wann kommt es endlich zu einer Einigung? Nun wurden die Ergebnisse der sechsten Verhandlungsrunde vorgestellt.

Inflationsausgleich gefordert

Im Tarifkonflikt um die Entlohnung der Hafenarbeiter zeichnet sich weiter keine Lösung ab. Auch in der sechsten Verhandlungsrunde am Dienstag hätten sich die Gewerkschaft Verdi und der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) nicht einigen können, teilte die Gewerkschaft am Mittwoch mit. «Wir brauchen einen echten Inflationsausgleich, um die Beschäftigten in allen Betrieben nicht mit den Folgen der galoppierenden Preissteigerung allein zu lassen», begründete Verdi-Verhandlungsführerin Maya Schwiegershausen-Güth das Nein der Verdi-Tarifkommission zum Angebot der Arbeitgeber.

Weitere Verhandlungen

Schwiegershausen-Güth betonte, Verdi sehe eine Lösung des Tarifkonflikts um die rund 12 000 Beschäftigten in den 58 tarifgebundenen Unternehmen in Hamburg, Niedersachsen und Bremen weiter am Verhandlungstisch. Eine Schlichtung wie von der Arbeitgeberseite vorgeschlagen lehne die Gewerkschaft ab. Gleichzeitig schloss sie weitere Warnstreiks nicht aus.

Das bietet der ZDS

Nach Verdi-Angaben bietet der ZDS eine Erhöhung der Entgelte rückwirkend zum 1. Juni zwischen 5,18 Prozent für die Beschäftigten im Automobilumschlag und 8 Prozent für die Beschäftigten in Vollcontainerbetrieben sowie 3,5 Prozent für die beschäftigungsgesicherten Betriebe an. Ab dem 1. Juni 2023 sollen die Löhne dann dauerhaft um weitere 3,1 Prozent steigen, beziehungsweise um 2 Prozent für die beschäftigungsgesicherten Betriebe. Die Gesamtlaufzeit soll 24 Monate betragen. Der ZDS war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. (dpa/dm)

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