Der Lotse kommt an Bord. In der Tasche: Handy und Notebook. Die mobile Kommunikation – nicht nur übers Funkgerät – wird auch für Lotsen immer wichtiger. Doch der Empfang ist nicht überall gut.  Foto Wagner dpa

Der Lotse kommt an Bord. In der Tasche: Handy und Notebook. Die mobile Kommunikation – nicht nur übers Funkgerät – wird auch für Lotsen immer wichtiger. Doch der Empfang ist nicht überall gut. Foto Wagner dpa

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Schiffe & Häfen

Lotsen stecken im Funkloch

Von Christoph Barth
4. August 2016 // 20:00

Auf der Außenweser stecken die Lotsen immer wieder im Funkloch. „Kein Empfang“ heißt es dann auf dem Handy, wenn sie sich im Hafenbetriebsbüro oder im Stationsgebäude über Abfahrtszeiten und Liegeplätze informieren wollen.

Mobilfunk ist wichtig geworden

Zwar ist und bleibt das Ukw-Funkgerät das wichtigste Kommunikationsmittel der Lotsen, wenn sie mit entgegenkommenden Schiffen oder der Verkehrszentrale etwas zu besprechen haben. „Aber der Mobilfunk ist für uns ebenfalls wichtig geworden“, sagt Jörn Haase, Ältermann der Lotsenbrüderschaft Weser II/Jade.

Kein Datenempfang

So läuft zum Beispiel die Portable Pilot Unit über das Internet: Das Notebook verrät dem Lotsen auf einen Blick alles über die Tide, die vorgesehenen Liegeplätze, die Schiffe im Revier und was er noch so wissen sollte für seinen Job. Auch für kurzfristige Absprachen mit dem Betriebsassistenten in der Lotsenstation an der Geestemündung oder mit dem Hafenbetriebsbüro greifen die Lotsen bevorzugt zum Handy.

Mehrere Funklöcher auf der Außenweser

Doch im Funkloch nützen die Segnungen der modernen Kommunikation wenig. Und davon gibt es auf der Außenweser gleich mehrere: vor der Stromkaje, auf Hoheweg-Reede und weiter draußen in der Deutschen Bucht. „Dann müssen wir erst unser Lotsenstationsschiff anfunken, und von da wird das dann weitergeleitet“, sagt Haase. Stille Post auf der Weser – „wie vor dem Handyzeitalter“.

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