Zeitumstellung

Zweimal im Jahr werden die Uhren umgestellt: Im Frühling eine Stunde vor und im Herbst wieder eine Stunde zurück. In Deutschland macht man das - mit langen Unterbrechungen - seit genau 100 Jahren.

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Älter als man denkt: Die Geschichte der Zeitumstellung

Von nord24
26. März 2017 // 09:00

Die Idee, die natürliche Helligkeit am Tage durch eine Zeitumstellung sinnvoller auszunutzen, ist älter als man denkt - nämlich mehr als 230 Jahre. Die ganze Geschichte gibt es hier zum Durchklicken. Dass man sich der Zeitumstellung auch mehr oder weniger lustig nähern kann, zeigt das folgende Video:

Einige Argumente sprechen für die Zeitumstellung, einige dagegen

Dennoch gibt es ja durchaus auch einige Argumente, die für das Umstellen der Uhr sprechen:
  • Im Sommer ist es dadurch eine Stunde länger hell. So kann man das Tageslicht nicht nur für die Arbeit, sondern auch für die Freizeit besser nutzen.
  • Sommerzeit-Befürworter argumentieren außerdem, dass die Umstellung keinerlei negative Folgen hat - weder direkt für die Menschen noch für die Wirtschaft.
Kritiker führen dagegen häufig folgende Gründe ins Feld:
  • Ihr eigentliches Ziel hat die Zeitumstellung verfehlt - sie bringt keine Energieeinsparung. Zwar leuchten dadurch im Sommer weniger Lampen, aber dafür drehen die Deutschen vor allem im April und Oktober stärker die Heizung auf. Das hebt sich dann gegenseitig auf.
  • Einige Mediziner betonen, dass sich der menschliche Biorhythmus nicht so einfach an die Zeitumstellung anpassen kann. Die Folge sind Schlappheit und Schlafstörungen. Auch soll die Zahl der Herzinfarkte in den Tagen nach Umstellung deutlich höher sein als an anderen Tagen.
  • Hinzu kommen Probleme bei Haustieren wie Hunden, die sich erst an die veränderten Fütterungszeiten gewöhnen müssen.

So merkt man sich, ob die Uhr vor- oder zurückgestellt wird

Aber ganz egal, ob man persönlich nun dafür oder dagegen ist, umstellen muss man die Uhr ja doch. Und jedesmal steht man vor derselben Frage: Dreht man die Zeiger nun vor oder zurück? Um sich das besser merken zu können, gibt es einige Eselsbrücken:
  • Im Sommer stellt man die Gartenmöbel "vor" die Tür. Im Winter stellt man sie "zurück" in den Schuppen.
  • In "Sommer" und "vor" steckt jeweils ein "o", deshalb stellt man die Uhr dann vor. Und im Winter wieder zurück.
  • Im Sommer zeigt das Thermometer Plus-Grade (also vor), im Winter dagegen Minus-Grade (also zurück).
  • VORne im Jahr (März) werden die Uhren VORgestellt, hinten im Jahr (Oktober) dann wieder zurück.

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