Eine Frau sitzt in der Dunkelheit vor einer Lampe.

Wirklich effektiv sind Therapieleuchten vor allem dann, wenn sie zu einem Zeitpunkt genutzt werden, an dem es draußen noch dunkel ist.

Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Service

Anwendung von Therapieleuchten braucht Disziplin

Von Tom Nebe
7. Dezember 2020 // 13:00

Lichttherapeutische Lampen sollen helfen, die Stimmung zu verbessern. Der einleuchtende Hintergedanke: Zu viel Dunkelheit sorgt dafür, dass der Körper größere Mengen des „Schlaf-Hormons“ Melantonin ausschüttet. Eine mögliche Folge kann anhaltende Müdigkeit sein - also das, was man möglicherweise als „Winterblues“ empfindet.

Schlafhormon reduzieren

Mit Hilfe des Lichts wird die Tageslichtdauer quasi künstlich verlängert. Die Ausschüttung von Melantonin soll damit am Morgen reduziert, Stimmung und Antrieb gleichzeitig besser werden.

Jeden Tag am frühen Morgen nutzen

Wer die Melantonin-Ausschüttung des Körpers mit Hilfe der Lampe effektiv beeinflussen möchte, darf sich aber nicht nach Lust und Laune irgendwann tagsüber davor setzen. Man sollte es idealerweise am frühen Morgen machen, erläutert der Psychiater Prof. Andreas Hillert, Chefarzt für Psychosomatik und Psychotherapie an der Schön Klinik Roseneck in Prien am Chiemsee. Und zwar für mindestens eine halbe Stunde täglich, über mehrere Wochen hinweg.

Geringe Nebenwirkungen

Wer probieren möchte, ob sie helfen, kann lichttherapeutische Lampen bedenkenlos austesten. Sie gibt es in verschiedenen Preisklassen im Handel zu kaufen. Hillert sagt: „Das Nebenwirkungsrisiko ist gering.“ Man könne nicht viel falsch machen, schlimmstenfalls funktioniere es halt nicht.

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