Auch die einfachen Masken haben einen wichtigen Effekt: Sie verhindern, dass Aerosole weit fliegen können.

Auch die einfachen Masken haben einen wichtigen Effekt: Sie verhindern, dass Aerosole weit fliegen können.

Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Service

Corona: Forscher sind Aerosolen auf der Spur

Von Marco Krefting
2. Juni 2020 // 17:40

Bei der Erforschung von Corona-Infektionswegen nehmen Wissenschaftler zunehmend sogenannte Aerosole unter die Lupe. Damit wird ein Gemisch aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen - wie Partikel von Sars-CoV-2 - in der Luft bezeichnet.

Wichtiger Verbreitungsweg

„Wir sind ziemlich sicher, dass Aerosole einer der Wege sind, über die sich Covid-19 verbreitet“, sagte der frühere Präsident der Internationalen Gesellschaft für Aerosole in der Medizin, Gerhard Scheuch, in Gemünden (Wohra). Schmierinfektionen etwa spielten eine geringere Rolle.

Zusammenhänge nicht genau geklärt

Es seien aber noch viele Fragen offen, so Scheuch - zum Beispiel, wie sich das Virus beim Sprechen verbreite oder welche Rolle die Temperatur spielt. „Da muss viel Forschungsarbeit gemacht werden“, sagte er. „Aber es wird gerade immer mehr in die Richtung geforscht.“ Längst nicht geklärt ist demnach auch, wie infektiös getrocknete Aerosole sind.

Noch ist die Bewertung schwierig

Laut Robert Koch-Institut (RKI) erfolgt die Übertragung des neuartigen Virus hauptsächlich über Tröpfchen, die beim Husten und Niesen entstehen und beim Gegenüber über die Schleimhäute aufgenommen werden. Aerosole - definiert als Tröpfchenkerne kleiner als fünf Mikrometer - könnten aber ebenso dazu beitragen, „auch wenn eine abschließende Bewertung zum jetzigen Zeitpunkt schwierig ist“.

Mehr zum Thema lest ihr auf norderlesen.de.

Unser Digital-Magazin
Norderlesen Digital-Magazin
Verschenken & selbst genießen
Hein! Dein Norden

Wie schlägt sich Werder Bremen im ersten Relegationsspiel gegen den 1. FC Heidenheim?

500 abgegebene Stimmen
Folge nord24 via Messenger
Folge den Pinguins via Messenger