Damit es auch online mit der großen Liebe klappt, sollte man ein paar Dinge beachten.

Damit es auch online mit der großen Liebe klappt, sollte man ein paar Dinge beachten.

Foto:  Henrik Josef Boerger

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Liebe via Internet: Die größten Fehler beim Online-Dating

Von nord24
18. Juli 2016 // 15:37

Kontakte sind online schnell geknüpft - doch damit daraus mehr werden kann, müssen einige Dinge beachtet werden. Ein Überblick zeigt, was geht und was nicht:

Das geht gar nicht

  • SCHUMMELEI IM PROFIL: Beschiss fliegt immer auf – spätestens beim ersten Date. Wenn es zu einem Treffen kommt, müssen alle zuvor gemachten Angaben stimmen. Natürlich ist es erlaubt, die Vorzüge ins rechte Licht zu rücken. "Aber bitte möglichst authentisch bleiben. Schließlich soll sich ja das Gegenüber nicht in einen Avatar verlieben", rät Beziehungscoach Dominik Borde.
  • ZU HOHE ERWARTUNGEN: Unrealistische Erwartungen führen nur zu Enttäuschungen und Frust. Wer jeden Online-Flirt begierig als Rettungsanker sieht, muss damit rechnen, dass er viele Fehlgriffe landet, sagt Borde. Online-Dating-Plattformen laufen wie eine Party ab: "Wer nur still im Eck steht und zusieht, wird wenig Chancen auf einen Flirt haben", sagt Borde. Wer dagegen zu viel angibt, wird als anstrengend empfunden. Die Mischung macht's.
  • ZU LANGE MIT DEM ERSTEN DATE WARTEN: "Wenn nach dem Telefonat der Funke da ist, dann ist der richtige Zeitpunkt für ein Treffen", sagt Borde. Er rät dazu, sich zwar nicht gleich mit dem erstbesten Online-Flirt zu verabreden, aber auch nicht monatelang mit jemandem zu schreiben, ohne ihn persönlich kennenzulernen.
  • ZU VIELE KONTAKTE: Kai Dröge, Sozialforscher an der Uni Frankfurt, hat festgestellt, dass das Online-Dating schnell ausartet. "Es verleitet dazu, die Suche endlos auszudehnen, weil es unerschöpfliche Kontaktmöglichkeiten gibt", sagt er. Wer allerdings zu viele Dates hat, dem kommen der Kitzel und das Prickeln abhanden. "Man stumpft ab, und es wird immer unwahrscheinlicher, dass man sich verliebt", warnt er. Um sich auf eine einzelne Person wirklich einzulassen, braucht es Zeit.
  • RESPEKTLOSER SCHLUSS: Jemandem eine Absage zu erteilen, ist selten leicht. Aber Ehrlichkeit ist letztlich für beide Seiten am besten. So werden keine falschen Erwartungen geweckt. Das tut am Ende sonst noch mehr weh. Klare Absagen à la "Ich finde dich sympathisch, aber ich kann mir nicht mehr vorstellen" schmerzen vielleicht, aber so weiß der andere wenigstens, woran er ist.

So geht's

  • DER RICHTIGE ANBIETER: Was will ich? Einen schnellen Flirt oder etwas Ernsthaftes? Die Frage sollte sich jeder potenzielle User stellen, bevor er sich bei einem Dating-Portal anmeldet. Bei bezahlten Anbietern sei die Chance auf einen Treffer höher, sagt Borde. Eine Garantie, dass es funkt, gibt es aber natürlich nirgends. Mit einer kostenlosen Probemitgliedschaft kann man testen, ob sich auf dem jeweiligen Portal Leute tummeln, mit denen man sich wohl fühlt.
  • DAS RICHTIGE PROFILBILD: Profile ohne Fotos oder mit lieblosen Passfotos sind sinnlos. "Es lohnt sich, hier ein bisschen Zeit zu investieren", rät Borde. Laut dem Beziehungscoach kommen Frauen am besten an, wenn sie offen lächeln. Bei Männern möchten Frauen oft noch mehr sehen als nur das Gesicht. "Die meisten Klicks erzielen Dreiviertel-Fotos", sagt Borde. Ein Foto, das etwa bei einem Spaziergang aufgenommen wurde oder im Urlaub, wirkt sympathisch. Auch sollte man vorsichtig damit sein, sich etwa beim Sport zu zeigen, wenn man gar nicht sportverliebt ist. Das weckt falsche Erwartungen.
  • VOR DEM ERSTEN DATE TELEFONIEREN: Es gibt ein paar Tricks, um die Wahrscheinlichkeit für ein nettes Date zu erhöhen. "Zuerst schreiben oder chatten auf der Online-Plattform, dann Austausch der privaten Mail-Adressen, dann telefonieren", rät Borde. So kann man sich ein immer besseres Bild vom Gegenüber machen. Außerdem ist die Stimme ein deutliches Indiz dafür, ob man den anderen sympatisch findet.
  • DAS ERSTE MAL IN DER ÖFFENTLICHKEIT TREFFEN: Neutraler Boden ist bei einer Internetbekanntschaft fürs erste Date ratsam, sagt Dannecker.  So kann mann erst einmal durch das Fenster im Restaurant oder Café linsen, wie der virtuelle Partner live und in Farbe wirkt. Denn trotz aller virtuellen Kommunikation ist man sich immer noch ein Stück weit fremd.
  • BEI ERFOLG PROFIL LÖSCHEN: Achtung! "Online-Dating hat Suchtpotential", sagt Borde. Wer aber nur online ist, verpasst das reale Leben. Hat man einen Partner gefunden, mit dem man sich mehr vorstellen kann, sollte man sich nicht weiterhin auf Online-Dating-Seiten herumtreiben. Sonst ist Ärger programmiert. Außerdem kosten einige Portale Geld. Wer ein Abo abgeschlossen hat, muss die Kündigungsfristen beachten, damit sich der Vertrag nicht ungewollt verlängert.

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