Zwei Hände halten sich.

Die Nähe zu anderen Menschen ist im Alter weiterhin ein Grundbedürfnis.

Foto: Oliver Berg

Service

Sexualbegleiterin: „Ich stille ganz normale Bedürfnisse“

31. Mai 2020 // 19:00

Linda Weber ist 56 Jahre alt, mag Science Fiction und Marvel Filme, sie pflegt ihre Mutter zu Hause – und arbeitet im Raum Bremen als Sexualbegleiterin für Senioren und Menschen mit Behinderung.

Keine Prostitution - aber ein Liebesdienst

Die gebürtige Nordrhein-Westfälin ist groß und schlank, sie schlägt die Beine – gehüllt in graue Jeans – übereinander. Das graue Strickkleid fällt locker, darauf liegt eine lange Kette mit einem großen runden Anhänger. In der Mitte glitzert ein Stein, genauso wie an den Ohrläppchen. Die rötlich schimmernden, dunklen Haare fallen in Wellen locker über die Schulter. Sie ist geschminkt. Nicht aufdringlich – die Augenbrauen sind ebenso akkurat gezogen, wie ihr schwarzer Lidstrich, der die dunkelbraunen Augen rahmt. Das offene Lächeln geformt von roten Lippen. Kein Abziehbild einer stereotypen Prostituierten – denn das ist sie nicht, auch wenn ihre Liebe käuflich ist.

Das hat sie uns erzählt

Frau Weber, Sie arbeiten seit 2014 als Sexualbegleiterin. Wie erklären Sie anderen Menschen Ihren Beruf? Ich ermögliche Menschen, die aufgrund von Alter, Krankheit oder Behinderung immobil sind, liebevoll erotische Begegnungen.

Sie haben als Wellness-Masseurin gearbeitet. Warum der Wechsel? Bei meinem Job habe ich zum ersten Mal davon gehört, dann hat mir meine Lymphtherapeutin davon erzählt. Ich fand das seltsam, bin dann aber doch neugierig geworden und habe recherchiert. Das war so ein Ding, wo ich dachte: ‚Ja, da kannste was bewegen‘.

Was wollten Sie bewegen? Ganz schnöde? Menschen glücklich machen. Nicht mehr und nicht weniger.

Den Rest des Interviews lest ihr auf norderlesen.de.

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