So eine Benachrichtigungskarte vom Paketboten hatte wohl jeder schon einmal in den Händen. Doch manchmal landet sie auch im Briefkasten, wenn man eigentlich extra zu Hause auf das Paket gewartet hat.

So eine Benachrichtigungskarte vom Paketboten hatte wohl jeder schon einmal in den Händen. Doch manchmal landet sie auch im Briefkasten, wenn man eigentlich extra zu Hause auf das Paket gewartet hat.

Foto: DHL/Raimond Spekking/Wikipedia

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"Unter aller sau" - So genervt sind die Deutschen von ihren Paketboten

Von nord24
12. Dezember 2016 // 20:00

Bei den einen löst er Freudenstürme aus, bei den anderen blanken Hass. Kaum eine Berufsgruppe sorgt wohl für so viele Emotionen wie der Paketbote - ganz besonders je näher die Festtage rücken. Kein Wunder, dass es zuletzt reichlich Beschwerden hagelte. Hier sind die dreistesten Fälle.

Rund 6500 Beschwerden über Paketboten in einem Jahr

Ein Jahr nach dem Start des Beschwerdeportals "Paket-Ärger" ziehen die Betreiber der Verbraucherzentrale Bilanz. Seitdem das Portal am 7. Dezember 2015 online gegangen war, seien rund 6500 Beschwerden eingegangen. Die meisten Leute - etwa 45 Prozent - beschwerten sich, weil ihr Paket trotz Ankündigung per Smartphone-App oder E-Mail nicht zugeliefert worden sei. Stattdessen werden die Lieferungen in diesen Fällen meist in die nächste Filiale oder ein benachbartes Geschäft gebracht.

Die besten Beschwerden

"Ich bin den ganzen Tag zu Hause und warte auf das Paket und bekomme per digitaler Sendungsverfolgung gepusht, dass der Mitarbeiter angeblich bei mir war und mich nicht erreicht hat. Ich würde eher sagen, dass dieser Mann keine Lust hatte und einfach nicht geklingelt hat. Ich finde das persönlich echt unter aller Sau."   "Ich habe in den letzten Monaten wiederholt auf den Missstand hingewiesen, dass der Zusteller bei mir nicht klingelt, sondern einfach bei Nachbarn alle Pakete abliefert. Mo-Fr. macht er das immer gerne bei der Werbeagentur im Erdgeschoss meines Hauses und sonst auch mal beim Kiosk um die Ecke. So ist auch heute das Paket beim Kiosk abgegeben worden, obwohl ich extra zu Hause geblieben bin und meine Samstagseinkäufe verschoben habe."   "Und schon wieder! Seit Monaten klingelt der Hermes Bote einfach nicht mehr! Eine Karte liegt aber auch nicht im Briefkasten!  War gestern den ganzen Tag zu Hause, niemand hat geklingelt! Gerade eben sehe ich in der Sendungsverfolgung: 1.9., 16:47 Uhr: Empfänger nicht angetroffen. Warum wird hier IMMER WIEDER gelogen?"   "Ich konnte das DHL-Fahrzeug vor dem Haus sehen. Es hielt an, ich hörte ein Türklappern. Das Fahrzeug parkte ca. 2 Minuten vor dem Haus. Der Zusteller klingelte aber nicht. Das Fahrzeug fuhr dann weiter. In der Sendungsverfolgung sah ich dann, dass "die Sendung nicht zugestellt werden konnte"."

Hier können Verbraucher ihrem Ärger Luft machen

Verbraucher können ihrem Ärger auf der vom Bund geförderten Plattform paket-ärger.de Luft machen. Die Verbraucherzentrale wertet die Beschwerden aus und legt sie den Dienstleistern mit Bitte um Stellungnahme innerhalb von 14 Tagen vor. Ziel ist es, verlässliche Daten über die Probleme mit den Zulieferern zu bekommen.

In acht Prozent der Fälle gehen Pakete komplett verloren

Häufig beschwerten sich die Verbraucher beispielsweise auch über Pakete, die nicht ordnungsgemäß zugestellt oder komplett verloren gegangen sind (je acht Prozent).

Zu Weihnachten sind es doppelt so viele Pakete wie sonst

Gerade kurz vor Weihnachten - der Hochzeit des Versandhandels - sind die Paketdienste besonders ausgelastet. Die Post etwa hat mehr als 10.000 Aushilfen eingestellt, um die Menge der Sendungen zu bewältigen. "Im Vergleich zum Vorjahr erwarten wir zehn Prozent mehr Sendungen", sagte Post-Chef Frank Appel bereits Ende November. "An den Tagen vor Heiligabend rechnen wir mit mehr als acht Millionen Paketen täglich - doppelt so viele wie sonst." Mit Material von dpa

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