Wespen sind nicht nur nervig, sondern auch gefährlich. Gerade bei hektischen Bewegungen werden sie besonders aggressiv.

Wespen sind nicht nur nervig, sondern auch gefährlich. Gerade bei hektischen Bewegungen werden sie besonders aggressiv.

Foto: Josef Hildenbrand/dpa

Service

Wie man nervige Insekten austrickst

Von nord24
13. Juli 2016 // 09:00

An heißen Sommertagen ist man selten alleine zu Hause. Ameisen laufen auf ihrer Schnellstraße über die Terrasse, Wespen machen sich über den Kuchen her, Fliegen summen um die Obstschale, Stechmücken suchen nach Blut. Wie hält man die Plagegeister auf Abstand?

Hochzeit für Insekten

Wer kennt das nicht? Die ganze Nacht nervt eine Stechmücke im Schlafzimmer. Ihr fieses Summen raubt im besten Fall nur den Schlaf. Wenn sie aber auch noch sticht, kommt böses Jucken hinzu. Ganz klar: Der Sommer ist die Hochzeit für viele Insekten, die uns tierisch auf die Nerven gehen. Zeit für ein paar Tipps, wie man sie ohne Einsatz von Chemie richtig auf Abstand hält:

Hektische Bewegungen vermeiden

Der größte Fehler ist, sie zu verjagen. Denn fühlen sich die Tiere angegriffen, greifen sie selbst an. Falsch ist es daher, sich in ihre Flugbahn zu stellen oder hektische Bewegungen zu machen. Auch die Nester sollte man in Ruhe lassen, rät die Initiative Faire Wespe des Deutschen Schädlingsbekämpfer-Verbands (DSV) und des Vereins zur Förderung ökologischer Schädlingsbekämpfung.

Wespen stehen auf grüne Weintrauben

Julian Heiermann vom Nabu empfiehlt, beim Kaffeekränzchen draußen süße Düfte so gering wie möglich zu halten. Und für Kinder rät der Nabu-Zoologe: Bierdeckel auf die Limo-Gläser, ein Loch stechen und einen - nicht zu dicken - Strohhalm durchstecken. Heiermann hat noch einen Tipp: "In Studien wurde festgestellt, dass Wespen total scharf auf grüne Weintrauben sind."

Tiere mit Trauben weglocken

Das kann man sich zunutze machen. "Aber erst, wenn schon sehr viele Wespen da sind." Dann einen Teller mit reifen Trauben in etwas Entfernung aufstellen - das lockt die Tiere weg. Die Schädlingsbekämpfer raten auch, nahe bei Terrassen und Balkonen auf Fallobst und Mülltonen zu verzichten.

Fruchtfliegen kann man clever ausgetricksen

Tauchen sie auf, ist das Obst überreif. Auch gärende Fruchtsäfte, Wein, Essig oder Bier locken die winzigen Tiere an. Komplett vor Fruchtfliegen schützen kann man sich nicht, erklärt der DSV. Aber ihrer explosionsartigen Vermehrung lässt sich vorbeugen - etwa indem Obstabfälle im Sommer nicht auf dem Kompost landen, sondern in der stets gut geschlossenen Biomülltonne. Im Haus lagert Obst im Kühlschrank. Auch Essigwasser, spezielle Klebetafeln (sogenannte Gelbsticker) oder Fruchtfliegenfallen sind laut dem Umweltbundesamt eine Hilfe.

Der Trick mit der PET-Flasche

Nabu-Experte Heiermann empfiehlt folgenden Trick: einer PET-Flasche den Kopf abschneiden und diesen verkehrt herum in die Öffnung der Flasche stecken, in die zuvor noch etwas reifes Obst kommt. Das lockt die Tiere durch den Flaschenhals - und man kann sie besonders gut darin weg- und ins Freie transportieren und aussetzen.

Bei Stechmücken hilft nur rohe Gewalt

Auch sie werden am besten mit Netzen vor Fenstern und Türen abgehalten. Außerdem hilft laut Heiermann das Tragen heller, nicht zu enger Kleidung. Nachts geht es dann nicht ohne die Suche nach den nervigen Blutsaugern und den Einsatz einer Fliegenklatsche.

Ameisen einen Strich durch die Rechnung machen

Ein Strich Kreide blockiert ihre Straße zum Haus, erklärt das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN). Den Verkehr auf Ameisenstraßen stören auch Farnkraut, Wachholderblätter, Kerbel, Zitronensaft, Lavendelöl oder -blüten, die den Orientierungssinn der Ameisen beeinflussen. Weitere Alternativen sind Zitronenschalen, Zimtpulver oder Essig. Um Ameisen den Zugang zum Haus aber ganz zu verwehren, müssen Schlupflöcher mit Silikon oder Leim versiegelt werden.

Immer informiert via Messenger
Würdet ihr euch den Corona-Impfstoff geben lassen?
1061 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger