Übrigens: Der Arbeitsplatz darf nur zur WM geschmückt werden, wenn der Arbeitgeber das erlaubt.

Übrigens: Der Arbeitsplatz darf nur zur WM geschmückt werden, wenn der Arbeitgeber das erlaubt.

Foto: Klose/dpa

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Die WM am Arbeitsplatz: Es gibt kein Recht auf Fußball!

Von nord24
21. Juni 2018 // 10:00

Gegen Südkorea spielt Deutschland bei der WM bereits um 16 Uhr und das an einem Mittwoch. Viele sind dann noch nicht zuhause. Darf ich das Spiel im Büro anschauen? Auf diese Regeln sollten Arbeitnehmer achten!

Erlaubt ist, was der Arbeitgeber sagt

Auch wenn es dem Fan-Herz wehtut: Ein Recht aufs Fußballschauen auf der Arbeit gibt es nicht. Erlaubt ist das nur, wenn der Arbeitgeber es ausdrücklich gestattet, sagt Jürgen Markowski, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein.

Ablenkung durch Live-Stream

"Ich habe ja einen Arbeitsvertrag unterschrieben - und der verpflichtet mich, auch zu arbeiten." Fußball zu schauen, würde davon zu sehr ablenken - auch wenn es nur ein Live-Stream in einem kleinen Fenster auf dem Display ist.

Auch bei Radio: vorher nachfragen!

Gleiches gilt für Radio-Übertragungen. Und zwar selbst dann, wenn Arbeitnehmer im Job sonst Radio hören dürfen. "Solche Duldungen beziehen sich ja meistens auf Musik, manche können dabei ja wirklich besser arbeiten", sagt Markowski. "Eine Live-Übertragung ist aber was anderes, dabei kann sich eigentlich niemand mehr auf die Arbeit konzentrieren."

Letzter Ausweg: Live-Ticker

Ein möglicher Ausweg ist der Live-Ticker in Textform: Ist das private Surfen auf der Arbeit sonst erlaubt, spricht vermutlich nichts gegen den gelegentlichen Klick auf "Aktualisieren" - wenn es die Arbeitsleistung nicht beeinträchtigt. Ist das private Surfen jedoch verboten, kann auch der Live-Ticker auf der Arbeit für Ärger sorgen.

WM-Gucken kann auch erlaubt sein

Und natürlich kann das WM-Gucken auch ausdrücklich erlaubt sein, per Rundmail vom Chef etwa. Manche Arbeitgeber stellen für die großen Spiele vielleicht sogar einen Fernseher oder einen Beamer auf. Dann können sie allerdings auch verlangen, dass Mitarbeiter die 90 Minuten nacharbeiten oder dafür zum Beispiel Guthaben vom Arbeitszeitkonto verbrauchen.

Lieber kein Bier im Büro

Wer trotz eines Verbots wiederholt beim WM-Gucken auf der Arbeit erwischt wird, riskiert Abmahnungen und im schlimmsten Fall die Kündigung. Das gleiche gilt für den Alkoholkonsum bei einem WM-Spiel während der Arbeitszeit oder beim Zuspätkommen nach einer in schwarz-rot-gold durchgefeierten Nacht. (dpa)

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