Ein Sinnbild dieser Zeit: Menschen, die auf Smartphones starren.

Ein Sinnbild dieser Zeit: Menschen, die auf Smartphones starren.

Foto: Klose/dpa

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Experte: Kontrollverlust kennzeichnet Smartphone-Sucht

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Von nord24
20. März 2021 // 20:10

Zack, ertappt: Wieder starrt man ins Smartphone, obwohl man eigentlich gerade etwas ganz anderes machen wollte. Ist es schon eine Sucht?

„Second-Screen-Mentalität“

Oft nutzen Menschen das Smartphone auch, obwohl sie zum Beispiel gerade einen Film schauen. Diese „Second-Screen-Mentalität“ sieht der Psychologische Psychotherapeut Tim Aalderink nicht so kritisch.

Auf schnellere Reize trainiert

Er hat auch eine Erklärung für das Verhalten: „Die Nutzungsgewohnheiten von Medien und unsere Aufmerksamkeitsspanne haben sich in den vergangenen Jahren einfach verändert“, sagt er. Wir seien auf schnellere und intensivere Reize trainiert.

Nutzung nicht mehr im Griff

Um von Sucht zu sprechen, sei im Kern der Kontrollverlust entscheidend. Man hat die Nutzung nicht mehr im Griff und packt selbst in unpassenden Situationen, die man auch selbst so empfindet, das Smartphone aus - zum Beispiel beim Abendessen mit Freunden.

Verschiebung von Prioritäten

Eine mögliche Sucht offenbart sich auch an der Verschiebung von Prioritäten: Wenn selbst die Aufgaben im Job oder die Hobbys hinter dem Smartphone zurückstehen. Das Problem zeigt sich zudem daran, dass man trotz negativer Folgen die exzessive Nutzung fortsetzt - selbst dann, wenn sich Freunde abwenden oder man Schulprobleme bekommt.

Anlaufstellen für Hilfe

Ist man wirklich süchtig, kann man erstmal eine Suchtberatungsstelle kontaktieren. „Viele kennen sich auch mit Mediensucht aus“, sagt Aalderink. Der nächste Schritt wäre - je nach Schwere des Problems - eine ambulante oder stationäre Therapie.

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