Der 14 Monate alte Anton fühlt die Kälte frisch gefallenen Schnees.

Besonders für kleine Kinder ist es meist sehr verlockend, den Schnee auf der Zunge zu testen.

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Gesundheitsexperte: Kinder sollten besser keinen Schnee essen

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Von nord24
14. Dezember 2022 // 22:00

Viele Kinder lieben es, im Schnee zu spielen. Gerade für die Jüngsten kann es zudem sehr verlockend sein, die weiße Pracht zu verkosten.

Flocken nehmen Schadstoffe auf

Dass Kinder die Finger von gelbem oder grauem Schnee lassen sollen, ist vielen Eltern bekannt. Aber auch bei sauber wirkendem Schnee ist Vorsicht geboten: Denn während die Flocken vom Himmel fallen, nehmen sie Schadstoffe wie Feinstaub, Verbrennungsprodukte und sogar Mikroplastik aus der verschmutzten Luft auf, betont Carsten Sellmer, Gesundheitsexperte der Ideal Versicherung

Bedenkliche Stoffe

Auch auf der gebildeten Schneedecke lagern sich bedenkliche Stoffe ab, die nicht immer sichtbar sein müssen, etwa winzige Abgaspartikel oder Streusalz. Letzteres kann Erbrechen und Durchfall verursachen, wenn Kinder davon essen. Darüber hinaus ist es möglich, dass der Schnee mit tierischen Ausscheidungen verschmutzt ist.

Rollsplit ist gefährlich

Für die Kleinsten stellt Rollsplit eine zusätzliche Gefahr dar, weil sie sich daran verschlucken können. In Städten ist der Schnee meist besonders belastet, aber auch in entlegenen Gegenden ist mit Keimen und schädlichen Partikeln zu rechnen.

Eine kleine Handvoll

Hinzu kommt: Wie bei destilliertem Wasser sind im Schnee keine Mineralien und Elektrolyte enthalten. Beim Verzehr größerer Schneemengen werden diese dem Körper entzogen. Deshalb gilt: Wenn ein Kind eine kleine Handvoll frischen Schnee, der abseits einer Straße liegt und keine Verfärbungen aufweist, kostet, ist dies in der Regel unbedenklich – größere Mengen sollten jedoch nicht im Mund landen.

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