Schimmelpilzbildung am Fenster

Ein Paradies für Schimmelpilze: Bildet sich am Fenster Kondenswasser, beträgt die Luftfeuchtigkeit in dem Mikroklima dort schon 100 Prozent.

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Lüften im Winter: Warum bildet sich Kondenswasser am Fenster?

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Von nord24
10. Januar 2023 // 18:00

Ein Energieexperte erklärt, warum Scheiben ständig beschlagen und die Feuchtigkeit auch bei langem Lüften manchmal nicht trocknet.

Nährboden für Sporen

Vor allem im Winter bemerkt man es: Die Fensterscheiben beschlagen, Kondenswasser bildet sich in dicken Tropfen. Manchmal regnen sie sogar herab. Warum passiert das? Die schnelle Antwort: Die Luftfeuchtigkeit ist zu hoch und man sollte lüften, um sich vor Feuchteschäden und Schimmelbefall zu schützen. Denn der Wasserfilm ist ein optimaler Nährboden für die Sporen.

Kondensiert auf kalten Flächen

Wer es genauer wissen will: Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch und trifft sie auf kalte Flächen in einem Raum - was Fenster, aber auch Wände oft sind - kondensiert sie daran. Direkt an dem Punkt, wo Kondenswasser entsteht, beträgt die Luftfeuchtigkeit 100 Prozent. Und das auch dann, wenn ein Hygrometer an einer anderen Stelle im Zimmer eine viel geringere Luftfeuchtigkeit misst.

Risiko für Schimmelbildung

Das Problem dahinter, die Schimmelbildung auf feuchten Flächen, geht aber schon früher los. Ab einer relativen Luftfeuchte von etwa 70 bis 80 Prozent steigt das Risiko, dass die Pilze wachsen, wie Arian Freytag von der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern erläutert.

Mehrmaliges Stoßlüften

Sicher vor einem Befall ist man in der Regel bei einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent in den Räumen. Diese erreicht man durch zwei- bis dreimaliges Stoßlüften pro Tag, jeweils für maximal drei bis fünf Minuten, so der Rat von Arian Freytag, der bei der Verbraucherzentrale in Rostock den Fachbereich Bauen, Wohnen, Energie leitet. Außerdem sollte man feuchte Fensterscheiben regelmäßig mit einem Tuch trocken wischen. 8dpa)

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