Wenn die Temperaturen milde sind, dann beginnt für Pollenallergiker die Leidenszeit.

Wenn die Temperaturen milde sind, dann beginnt für Pollenallergiker die Leidenszeit.

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Pollenallergie: Immunsystem ist immer im Wandel

Von Lili Maffiotte
10. März 2016 // 19:16

Wenn die Pollen fliegen, geht es für Allergiker wieder los: Die Augen tränen, die Nase läuft oder ist verstopft. Eine Pollenallergie kann von ganz alleine wieder weggehen - bekommen viele als vermeintlichen Trost zu hören. Aber stimmt das eigentlich? Ja, sagt Prof. Torsten Zuberbier, Vorsitzender der Europäischen Stiftung für Allergieforschung und Leiter des Allergie-Centrums der Charité - Universitätsmedizin Berlin. "Aber es lohnt sich nicht, darauf zu warten."

Wenn das Gedächtnis Allergene "vergisst"

Das Immunsystem ist ständig im Wandel, wie Zuberbier erklärt. Und lässt sich auch ein Stück weit beeinflussen: "Wenn man etwa mehrere Jahre im Ausland verbringt, kann es sein, dass das immunologische Gedächtnis bestimmte Allergene "vergisst"."

Allergien im Alter

Die Regel ist das aber nicht. "Wenn man nichts gegen seine Pollenallergie unternimmt und nur abwartet, kann sie sich zum Asthma ausbilden", warnt Zuberbier. Es gebe zwar Fälle, dass jemand mit 20 eine starke und mit 40 nur noch eine sehr schwache Pollenallergie hatte. Viel häufiger sei es allerdings, dass ein 70- oder 80-Jähriger erstmals eine Pollenallergie entwickelt.

Pollenflugkalender informiert

Wann welche Pollen unterwegs sind, darüber können sich Allergiker informieren. Im Netz gibt es mehrere Pollenflugkalender. Es ist auch möglich, für einzelne Regionen Vorhersagen zu erfragen.

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