Menschen zeigen sich in einer Krise – wie der Pandemie – generell nicht von ihrer besten Seite. Sie macht ungelöste Konflikte besonders deutlich.

Menschen zeigen sich in einer Krise – wie der Pandemie – generell nicht von ihrer besten Seite. Sie macht ungelöste Konflikte besonders deutlich.

Foto: Klose/dpa

Service

Therapeuten: Corona führt zu Trennungswelle

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Von nord24
30. Oktober 2021 // 20:10

Die Corona-Pandemie hat in etlichen Partnerschaften zu Problemen geführt. Diese Krisen wirken, „wie ein Brandbeschleuniger“, so Therapeuten.

Ungelöste Konflikte

„Jede Krise mache ungelöste Konflikte besonders deutlich“, sagt Dominik Borde, Beziehungscoach aus Wien. Er und andere Therapeuten rechnen daher mit einer Trennungswelle.

Ansturm auf die Praxen

So berichtet etwa der Psychotherapeut Holger Kuntze aus Berlin von einem wahren Ansturm auf Therapeutenpraxen von Paaren mit Beziehungsproblemen – die Zahl sei um über ein Drittel gestiegen.

Hölle oder Kuschelhimmel

Kuntze unterteilt dabei die Paare, die während der Lockdowns zur Zweisamkeit verdonnert worden waren, in zwei Kategorien: Für die einen war es die Hölle. Seit Langem schwelende Konflikte brachen aus. Paare der zweiten Kategorie hatten es sich dagegen im Lockdown ganz kuschelig eingerichtet.

Rat: Miteinander sprechen

Therapeut Kuntze rät zu einem Gespräch darüber, was jeder in dieser Zeit gelernt und für sich entdeckt habe – so könnten Gemeinsamkeiten gefunden und Kompromisse geschlossen werden.

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