Waschnüsse

Waschnüsse werden meist aus Südost-Asien oder Indien importiert. Das produziert eine Menge CO2.

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Verbraucherzentrale: Waschnüsse sind gar nicht so nachhaltig

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Von nord24
20. Januar 2023 // 18:00

Waschnüsse gelten als natürliche Alternative zu Waschmitteln. Aber sind sie deswegen auch nachhaltig? Schon ihr Import hat einen großen CO2-Fußabdruck.

Biologisch abbaubar

Sie gelten als ökologische Alternative zu üblichen Waschmitteln: Waschnüsse stammen vom Seifenbaum. Ihre Schalen enthalten viele sogenannte Saponine - Substanzen, die unter Zugabe von Wasser Reinigungswirkung haben können. Umweltschützer schätzen an Waschnüssen, dass ihre Herstellung im Vergleich zu industriell produzierten Waschmitteln weniger Ressourcen verbraucht und ihre Inhaltsstoffe biologisch abbaubar sind.

In Herkunftsländern gebraucht

Aber: Der Seifenbaum ist ein tropisches Gewächs. Waschnüsse müssen daher importiert werden, was viel CO2 verursacht. Häufig kommen sie aus Südost-Asien oder Indien. Dabei werden die Waschnüsse in ihren Herkunftsländern gebraucht: Es gibt dort nicht überall eine gute Infrastruktur mit Kläranlagen, sagt Kerstin Effers, Referentin Umwelt und Gesundheitsschutz der Verbraucherzentrale NRW.

Preise steigen

Die Nachfrage nach Waschnüssen in reicheren Ländern lässt deren Preise in den Herkunftsländern steigen, so dass industriell hergestellte Waschmittel dort billiger sind und häufiger verwendet werden. (dpa)

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