Claudio Pizarro ist ein Führungsspieler bei Werder Bremen. Foto Gumz

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Sport

Claudio Pizarro scheut keine Verantwortung

Von Dietmar Rose
15. Januar 2016 // 11:00

Verantwortung zu übernehmen, macht vielen Fußball-Profis angst. Claudio Pizarro ist da anders gestrickt. Dem 37-jährigen Oldie von Werder Bremen macht Verantwortung ein breites Kreuz. „Wenn man kein Selbstvertrauen hat, bewegt man nicht so viel. Für mich ist das mit meiner Erfahrung vielleicht weniger ein Problem als für andere Spieler“, erklärt Pizarro, warum er zu den wenigen Profis bei Werder Bremen zählt, die stets den Ball fordern.

Bester ausländischer Bundesliga-Torschütze

Der mit 178 Treffern beste ausländische Bundesliga-Torjäger arbeitet im Trainingslager in Belek hart an seiner Fitness. Die war in der Hinrunde das Problem des Peruaners, der nach Auslaufen seines Vertrages beim deutschen Meister Bayern München erst im September zu den Grün-Weißen zurückkehrte und die komplette Saisonvorbereitung verpasste. „Ich fühle mich gut und hatte hier schon einige schöne Trainingseinheiten. Nur mit einer guten Vorbereitung kann man auch Leistung bringen. Das ist wichtig für mich“, sagt die Werder-Legende.

Abstieg ist kein Thema

Pizarro macht nicht den Eindruck, dass er unter der Last der Erwartungen leidet - nicht wenige erwarten in Bremen von „Pizza“, dass er Werder mit seinen Toren vor dem Abstieg rettet. „Wir haben noch viele Spiele vor uns und Zeit, das zu ändern. Die Mannschaft ist in einer neuen Phase. Wir werden uns verbessern“, sagt der Peruaner. Vor allem die Heimschwäche müsse abgestellt werden: „Es ist wichtig, dass wir Punkte im Weserstadion holen. Das haben wir in der Hinrunde nicht gemacht.“ Der Abstieg ist für den optimistischen Pizarro kein Thema: „Das ist nicht in meinem Kopf.“

Ab sofort der Elfmeterschütze

Nach den Fehlschüssen von Anthony Ujah gegen den 1. FC Köln und von Kapitän Clemens Fritz im Testspiel gegen Sivasspor hat Trainer Viktor Skripnik - mit dem Pizarro früher noch selbst zusammengespielt hat - den Peruaner zum Elfmeterschützen Nummer eins befördert. „Ich erhoffe mir davon mehr Tore. Die brauche ich als Stürmer für mein Selbstvertrauen“, freut sich Pizarro über den Vertrauensbeweis. Dass Pizarro natürlich nur zum Elfmeter antreten kann, wenn er auch auf dem Platz steht, ist für den abgezockten Profi kein Problem: „Mein Ziel ist es, mehr Spiele von Anfang an zu machen.“ Auf Grund seiner Ballsicherheit ist Pizarro nicht nur als zweite Sturmspitze neben Anthony Ujah gesetzt, sondern soll als Spielgestalter im Mittelfeld aushelfen. „Wir haben darüber gesprochen, dass ich manchmal vorne mit Tony und manchmal dahinter als Zehner spielen soll. Ich kann beide Positionen übernehmen“, schreckt „Pizza“ auch vor dieser Verantwortung nicht zurück.

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