Die Nominierung von David Odonkor überraschte 2006 Fans und Experten. Damals war Joachim Löw noch als Assistent von Jürgen Klinsmann tätig.

Die Nominierung von David Odonkor überraschte 2006 Fans und Experten. Damals war Joachim Löw noch als Assistent von Jürgen Klinsmann tätig.

Foto: Vennenbernd/dpa

Sport

Das sind Löws Personal-Überraschungen der Vergangenheit

Von nord24
17. Mai 2016 // 10:30

Überraschungen gehören bei Joachim Löw zu einer Turniernominierung einfach dazu. Sicherlich wird sich auch heute ein Spieler freuen, der nicht mit einer Nominierung gerechnet hätte. Andere werden enttäuscht sein, keinen Anruf vom Bundestrainer bekommen zu haben. Wir blicken zurück auf die Überraschungen der Vergangenheit.

WM 2006 in Deutschland

Klinsmann und Löw verblüffen mit der Nominierung des 22 Jahre alten Dortmunders David Odonkor. Den Flügelflitzer ohne Länderspiel hatte kein Experte auf dem Zettel. Andere denken dafür, sie seien sicher dabei: Kevin Kuranyi - neben Fabian Ernst und Patrick Owomoyela der Promi unter den Gestrichenen.

EM 2008 in Österreich und der Schweiz

Löw streicht Torwart Timo Hildebrand, bis dahin die Nummer 2 hinter Jens Lehmann. Hildebrand reagiert "geschockt und irritiert". In Torwart René Adler und dem Gladbacher Zweitliga-Aufsteiger Marko Marin zaubert Löw dafür zwei Länderspiel-Neulinge aus dem Hut.

WM 2010 in Südafrika

Löw überrascht bei seiner vorläufigen 27-Mann-Liste mit den Neulingen Holger Badstuber und Dennis Aogo. Beide schaffen es auch in den 23-Mann-Kader für Südafrika. Torwart-Veteran Jörg Butt vom FC Bayern ersetzt den verletzten René Adler. Drei Spieler muss Löw "maßlos" enttäuschen: Für Thomas Hitzlsperger, Marcel Schäfer und Christian Gentner ist kein Platz.

EM 2012 in Polen und in der Ukraine

Diesmal nominiert Löw nicht drei, sondern vier Torhüter. Der Gladbacher Marc-André ter Stegen darf die etablierten Kollegen herausfordern. Schalke-Talent Julian Draxler ist der andere Kader-Neuling. Beide schaffen es aber nicht ins endgültige Turnieraufgebot. Zur gestrichenen Prominenz zählt unter anderen der erfahrene Mittelfeldspieler Simon Rolfes.

WM 2014 in Brasilien

Torjäger Mario Gomez und Torwart René Adler fehlen im zunächst noch 30-köpfigen Aufgebot. "Das ärgert mich unendlich", klagt Gomez. "Mario hat seit September nur 280 Minuten gespielt", begründet Löw. Zu den gestrichenen Akteuren gehören auch Max Kruse, Sidney Sam, Sven Bender und Heiko Westermann. Die einstige Stammkraft Marcel Schmelzer fliegt nach dem Trainingslager raus, auch Kevin Volland und Shkodran Mustafi erwischt es. Der Abwehrspieler wird dann doch Weltmeister, weil sich Marco Reus im letzten Testspiel vor der Reise nach Brasilien verletzt und Löw dafür Mustafi mitnimmt.

EM 2016 in Frankreich

Auf der Streichliste könnte Lukas Podolski stehen. "Jogi hat noch nicht angerufen", berichtete der 127-malige Nationalspieler am Montagmittag bei einer Veranstaltung in Köln. (dpa)

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