Wirft Claudio Pizarro ein letztes Mal gegen den Hamburger SV ein Küsschen zu den Fans?

Wirft Claudio Pizarro ein letztes Mal gegen den Hamburger SV ein Küsschen zu den Fans?

Foto: NZ-Archiv

Sport
Werder Bremen

Der Hamburger SV ist Pizarros Lieblingsgegner

Von Matthias Berlinke
12. April 2017 // 15:15

Gegen keinen Verein ist Werders Claudio Pizarro so erfolgreich wie gegen den HSV. Das Nordderby am Ostersonntag könnte sein letztes sein. Emotional wird Pizarro deswegen nicht.

Gegen keinen Verein trifft Pizarro häufiger

Claudio Pizarro schüttelt den Kopf, zuckt mit den Achseln. So genau, will er damit sagen, kenne er seine persönliche Bilanz gegen den Hamburger SV gar nicht. Wie viele Spiele er gemacht habe? „Ne, keine Ahnung“, sagt Pizarro. Dabei müsste sich der Stürmer eigentlich besonders gut und besonders gerne an die Spiele gegen den Nordrivalen erinnern. Denn gegen keinen Verein hat er in der Bundesliga häufiger gespielt (27-mal für Werder und Bayern), gegen keinen häufiger getroffen (19 Tore).

Vielleicht steht für den Peruaner am Ostersonntag das letzte Nordderby an

Den HSV könnte man als seinen Lieblingsgegner bezeichnen. Pizarro vermeidet das. „Ein Derby ist auch für mich immer ein wichtiges Spiel“, verallgemeinert der 38-Jährige, der am Ostersonntag vielleicht zum letzten Mal gegen den HSV spielt, zum letzten Mal seine Super-Bilanz ausbauen kann. Pizarro blendet das vollkommen aus. Er würde dem Nordderby auch nicht wirklich hinterhertrauern. „Das ist Fußball. Wenn es das letzte Nordderby ist, dann ist es das letzte“, sagt er schmucklos.

Es ist offen, wie es im Sommer weitergeht

Pizarro ist keiner, der viel nach hinten oder vorne schaut. Zumindest gibt er sich so. Auch über seine Zukunft über das Saisonende hinaus will er noch nicht entschieden haben. Sein Vertrag bei Werder läuft im Sommer aus. Wie es dann weitergeht? Unklar. „Momentan fühle ich mich ganz gut. Wenn das so bleibt, spiele ich vielleicht noch ein Jahr.“ Auch in Grün-Weiß? „Meine Priorität ist natürlich Werder Bremen“, sagt Pizarro und hält sich nach wie vor alle Türen offen.

Pizarro will sich auf die Gegenwart konzentrieren

Zahlen, Zukunft und Vergangenheit interessieren den Peruaner derzeit nicht. Er will Spaß haben, konzentriert sich auf die Gegenwart. Und die heißt Nordderby am Ostersonntag. Dort werde eine neue Geschichte geschrieben, meint Pizarro.

Pizarro liegt Ballbesitzspiel mehr als Konterfußball

„Ich glaube, beide Mannschaften haben es gut gemacht in den letzten Wochen“, sagt der Stürmer. Werder und der HSV haben in der Rückrunde 20 Punkte geholt, gehören damit zu den besten Teams der Liga. Pizarro sieht aber noch Verbesserungspotenzial bei Werder: „Wir spielen noch nicht so, wie wir wollen, aber wir gewinnen die Spiele. Da ist es schwierig, was zu ändern“, sagt er und meint damit auch seine Person. „Ein bisschen schwierig“ sei nämlich auch seine aktuelle Rolle. Eigentlich liege ihm das Ballbesitzspiel mehr als der Konterfußball der vergangenen Wochen.

Als Joker für Impulse sorgen

Aber Pizarro, der zuletzt meist nur von der Bank kam und sich in seinen (Kurz-)Einsätzen ziemlich schwertat, stellt sich in den Dienst der erfolgreichen Mannschaft: „Natürlich würde ich gerne von Anfang an spielen, aber das ist am Ende eine Entscheidung des Trainers“, sagt er. „Ich bin voll da, wenn meine Chance kommt.“ Der HSV wäre der richtige Gegner, um das mal wieder unter Beweis zu stellen.

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