Geschafft: Fabian Wiede jubelt.

Geschafft: Fabian Wiede jubelt.

Foto: Schulze/dpa

Sport

Deutsche Handballer im Olympia-Viertelfinale

Von nord24
13. August 2016 // 16:28

Mit dem dritten Sieg im vierten Spiel haben die deutschen Handballer bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro das Viertelfinale erreicht. Gegen Slowenien bewies der Europameister Moral. Nun geht es gegen Ägypten um den Gruppensieg. Die deutschen Handballer stehen nun erstmals seit 2004 wieder in einem olympischen Viertelfinale. Dank des spektakulären Torhüters Andreas Wolff und eines leidenschaftlichen Auftritts besiegte der Europameister  in Rio de Janeiro Slowenien mit 28:25 (11:12). Mit sechs Punkten aus drei Siegen und einer Niederlage ist die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) vor dem abschließenden Spiel nicht mehr von einem der ersten vier Plätze in der Gruppe zu verdrängen. Am Montag geht es gegen Ägypten um den Gruppensieg. Bester Werfer war Uwe Gensheimer mit sechs Treffern.

Schon früh in Rückstand geraten

Der Start in die Partie war alles andere als gelungen. Nach fünf Minute lag der Europameister mit 0:3 hinten. Erst nach sieben Minuten gelang durch Tobias Reichmann der erste Treffer, nachdem zuvor meist Sloweniens Torhüter Gorazd Skof die Würfe entschärfte. Erst beim 5:5 (17.) schaffte das DHB-Team den erstmaligen Ausgleich. Dabei wirkte es wie ein Signal, als der 2,10 Meter große Finn Lemke einen abgeprallten Ball durch Hinterherhechten im Mittelkreis eroberte. Dennoch kam keine Ruhe ins deutsche Spiel. Immer wieder mussten Gensheimer und seine Kollegen einem Zwei-Tore-Rückstand hinterherlaufen. Einen Glanzpunkt setzte dann Torhüter Andreas Wolff: Von der Bank kommend verhinderte ein Tor, indem er auf dem Bauch durch seinen Sechsmeterkreis rutschte und den Wurf abwehrte. Dafür erntete er vom Bundestrainer ein anerkennendes Nicken und von den Zuschauern Szenenapplaus.

Nach der Pause kommt der Spurt

In die Pause ging der Europameister zwar mit einem 11:12-Rückstand. Doch nach dem 12:14 (32.) drehte der WM-Siebte mit einem Zwischenspurt auf 17:14 (37.), weil Wolff sich mächtig steigerte und die Würfe der Slowenen parierte. Und in der 42. Minute setzte der EM-Held noch einen drauf: Mit einem Wurf über das gesamte Spielfeld ins verwaiste slowenische Tor warf er erstmals in einem Spiel zwei Tore und markierte zugleich mit dem 19:15 die erste Vier-Tore-Führung. Dies reichte für den Europameister.

Immer informiert via Messenger
Weihnachten steht vor der Tür. Wie genießt ihr euren Klaben am liebsten?
141 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger