Völlig überraschend hat  Laura Siegemund im Halbfinale beim WTA-Turnier in  Stuttgart gegen Agnieszka Radwanska gewonnen.

Völlig überraschend hat Laura Siegemund im Halbfinale beim WTA-Turnier in Stuttgart gegen Agnieszka Radwanska gewonnen.

Foto: Foto: Murat/dpa

Sport

Deutsches Tennis-Finale in Stuttgart: Siegemund fordert Kerber

Von nord24
23. April 2016 // 20:21

Ein deutsches Tennis-Finale - das gab es beim Turnier in Stuttgart noch nie. Während man die Endspielteilnahme von Angelique Kerber hatte erwarten können, kommt der Siegeszug von Laura Siegemund völlig überraschend.

130 000 Dollar Preisgeld und ein Sportwagen

Das erste deutsche Endspiel in der Geschichte des Stuttgarter Tennis-Turniers ist perfekt: Titelverteidigerin Angelique Kerber und Qualifikantin Laura Siegemund kämpfen an diesem Sonntag um die knapp 130 000 Dollar Preisgeld und den Sportwagen. Kerber setzte sich am Sonnabend im Halbfinale gegen Petra Kvitova aus Tschechien mit 6:4, 4:6, 6:2 durch. Siegemund gewann danach überraschend gegen die an Nummer eins gesetzte Polin Agnieszka Radwanska mit 6:4, 6:2. Die 28 Jahre alte Lokalmatadorin setzte ihren beeindruckenden Siegeszug damit fort und ist auch nach ihrem siebten Erfolg in der Porsche Arena noch ohne Satzverlust.

Siegemund: Ich bin sprachlos

"Im Moment bin ich einfach nur überwältigt. Ich bin sprachlos - und das kommt bei mir nicht oft vor", sagte die redselige Schwäbin. Allerdings hatte sie ihre Sprache schnell wiedergefunden. "Es gibt eine gute Nachricht: Der Porsche bleibt in Deutschland", sagte sie mit Blick auf das Duell mit Kerber. Siegemund knüpfte gegen die Nummer zwei der Welt nahtlos an ihre starken Leistungen zuvor an. Die Nummer 71 der Welt hatte auf dem Weg in ihr erstes Halbfinale auf der WTA-Tour bereits die Gesetzten Simona Halep und Roberta Vinci mit ihrer unerschrockenen und aggressiven Spielweise besiegt. Auch gegen Radwanska ging Siegemund ohne Angst zu Werke. "Manchmal ist es gut, einfach den Auto-Modus einzuschalten und nicht so viel nachzudenken."

Zuschauer reißen Kerber mit

Kerber hatte sich zuvor angetrieben von den Zuschauern und motiviert von einem ihrer Lieblingslieder erneut ins Finale gekämpft. Die Australian-Open-Siegerin verwandelte erst nach 2:03 Stunden ihren ersten Matchball. "Das Match habe ich am Ende ganz eindeutig dem Publikum zu verdanken", sagte Kerber nach ihrem hart umkämpften Erfolg. "Die Zuschauer haben mich am Ende durch den dritten Satz gezogen." Nach dem verlorenen zweiten Satz blickte Kerber kurz frustriert und müde zu Coach Torben Beltz und Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner auf die Tribüne. Doch nach einer kurzen Pause kehrte sie unter den Klängen von Helene Fischers "Atemlos" auf den Centre Court zurück und sammelte noch einmal alle Kräfte. Mit großem Kämpferherz rang sie Kvitova nieder und riss nach dem verwandelten Matchball erleichtert die Arme in die Höhe.

Umfrage In Niedersachsen gibt es keine generelle Quarantänepflicht mehr.

War es richtig, die generelle Quarantänepflicht aufzuheben?

7305 abgegebene Stimmen
Folge nord24 via Messenger
Folge den Pinguins via Messenger
Folge uns auf Facebook
Besuche uns auf Facebook
Abonniere uns auf Instagram
nord24 auf Instagram