Neue Handballregeln

Im Handball gibt es neben der Roten und der Gelben Karte nun auch die Blaue Karte.

Foto: Wolf/dpa

Sport

Die neuen Handball-Regeln

Von Mareike Scheer
26. Juli 2016 // 18:00

Seit 1. Juli gelten neue Handball-Regeln. Auch in der Handballregion Weser-Elbe, in der die Clubs aus dem Landkreis Cuxhaven und aus Bremerhaven spielen, werden diese Regeln ab der neuen Saison angewendet. Die neuen Regeln im Überblick:

Kein Leibchen für einen Torwartersatz

Siebter Feldspieler statt Torwart: Die Neuerung sieht so aus, dass ein für den Torwart eingewechselter Feldspieler nun nicht mehr mit einem Leibchen gekennzeichnet werden muss. Der Vorteil für das angreifende Team besteht darin, dass so jeder Feldspieler den erneuten Wechsel mit dem Torwart vollführen kann.

Nach Verletzung drei Angriffe draußen

Verletzte Spieler: Den Regelhütern hat es im Handball zu viel Schauspieleinlagen gegeben. Sie monierten insbesondere taktische Verletzungen, um dem Gegner den Vorteil zu rauben. Jeder Spieler, der sich auf dem Feld behandeln lässt, muss jetzt die nächsten drei Angriffe draußen sitzen. Es sei denn, der Gegner ist für das Foul mit Gelb, Rot oder zwei Minuten bestraft worden.

Sechse Pässe bis zum Schiedsrichter-Pfiff

Passives Spiel: Nachdem die Schiedsrichter das passive Vorwarnzeichen angezeigt haben, hat das Team noch sechs Pässe Zeit, zum Abschluss zu kommen. Gelingt das nicht, wird abgepfiffen. Die sechs Pässe werden auch dann nicht unterbrochen, wenn die gegnerische Mannschaft einen Wurf abgeblockt hat oder die Angreifer einen Freiwurf erhalten.

Farbenspiel wird bunter

Die letzten 30 Sekunden: Diese Regel kam schon in der vergangenen Saison in der Bundesliga zum Einsatz. Wenn in den letzten 30 Sekunden eines Spiels die schnelle Ausführung eines An-, Ein- oder Freiwurfs verhindert wird, erhält der Abwehrspieler eine Rote Karte sowie die angreifende Mannschaft einen Siebenmeter. Das gleiche gilt für grobe Regelwidrigkeiten.

Blaue Karte für Spielsperre

Blaue Karte: Diese Änderung hat für den Spielverlauf keine Auswirkungen, sondern sorgt lediglich für mehr Transparenz. Wenn ein Spieler mit einer roten Karte vom Platz gestellt wurde, dann wussten Zuschauer bislang nicht, ob dieses Vergehen auch eine Sperre nach sich zieht. Wenn es sich um ein solches Vergehen handelt, zeigen die Referees künftig zunächst die rote und danach auch eine blaue Karte.

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