Andre Mücke (links) von den Lausitzer Füchsen und Steven Rupprich von den Dresdner Eislöwen.  Foto Heide/city-press

Andre Mücke (links) von den Lausitzer Füchsen und Steven Rupprich von den Dresdner Eislöwen. Foto Heide/city-press

Foto: Jaspersen/dpa

Sport

Eishockey im Fußballstadion

Von Lars Brockbalz
6. Januar 2016 // 15:17

Eine solche Kulisse hat es bei einem Zweitliga-Eishockeyspiel in Deutschland noch nie gegeben: Rund 30 000 Fans werden am Sonnabend dabei sein, wenn in der DEL2 die Dresdner Eislöwen auf die Lausitzer Füchse treffen. Gespielt wird unter freien Himmel im Dresdner Fußballstadion. In Nordamerika sind Freiluft-Spiele im Eishockey seit 2008 etabliert. Vor einer Woche, am Neujahrstag, standen sich beim jährlichen sogenannten Winter Classic der NHL im Football-Stadion der New England Patriots die Boston Bruins und die Montreal Canadiens gegenüber. 67 246 Zuschauer waren dabei, die Fans lieben das Spektakel unter freiem Himmel.

Bereits zwei Freiluftspiele in der DEL

Nicht anders ist das in Deutschland. Als die DEL 2013 in Nürnberg ihr erstes Freiluft-Spiel austrug, waren 50 000 Fans dabei, bei der zweiten Auflage vor einem Jahr in Düsseldorf waren es sogar noch ein paar mehr. Jetzt ist der Freiluft-Trend auch in der DEL2, der zweiten Eishockey-Liga angekommen. Und lockt auch hier die Fans. Das Stadion, in dem normalerweise der Fußball-Drittligist Dynamo Dresden seine Heimspiele austrägt, ist so gut wie ausverkauft.

Kosten von 600 000 Euro

„Die Durchführung eines solchen Events ist ein Beleg für die Leistungsfähigkeit unserer Standorte”, sagte DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch, als die Entscheidung für ein Zweitliga-Freiluftspiel bekanntgegeben wurde.Seit dem 22. Dezember arbeiten Spezialisten daran, ein Eishockeyfeld auf dem Rasen (der hinterher ausgetauscht werden muss) aufzubauen. Insgesamt kostet die Veranstaltung Schätzungen zufolge rund 600 000 Euro. 300 Kubikmeter Sand wurden dafür aufgefahren und 90 Kilometer Kühlschläuche verlegt, um aus 20 000 Litern Wasser eine Eisfläche zu bereiten.

Das Eis ist schon fertig

Anfang dieser Woche wurde damit begonnen. Inzwischen hat die Eisfläche die erforderliche Stärke von etwa zehn Zentimetern. Dabei halfen auch die winterlichen Temperaturen, allerdings sind die nicht zwingend nötig. Erst bei Außentemperaturen um etwa 15 Grad würde es Probleme geben. Schlecht wären auch starker Schneefall oder Regen. Beides aber müssen die Veranstalter nicht befürchten. Die Wettervorhersage prognostiziert mit etwa 4 Grad und Sonnenschein beste Bedingungen für ein Freiluftspiel.

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