Nach dem Tod eines 35-jährigen Fahrers am Pfingstmontag steht nicht fest, ob das Fischereihafenrennen auch 2017 stattfinden kann.

Nach dem Tod eines 35-jährigen Fahrers am Pfingstmontag steht nicht fest, ob das Fischereihafenrennen auch 2017 stattfinden kann.

Foto: Scheschonka

Sport

Fischereihafen-Rennen für das nächste Jahr noch ungewiss

Von Dietmar Rose
18. Mai 2016 // 17:26

Das Fischereihafen-Rennen soll im kommenden Jahr seine 60. Auflage erleben. Doch ob das Motorrad-Spektakel wie geplant 2017 über die Bühne gehen kann, ist keineswegs sicher. Nach dem tödlichen Unfall eines 35-jährigen Fahrers aus Bohmte am Pfingstmontag muss Organisator Hinrich Hinck um die Genehmigung fürchten.

Amtsleiter Keipke will sich mit dem DMSB abstimmen

Das zuständige Bürger- und Ordnungsamt gibt mit Blick auf die laufenden Ermittlungen noch keine Prognosen ab, ob das Fischereihafen-Rennen auch im kommenden Jahr gestartet werden kann. Amtsleiter Horst Keipke betont, dass die Entscheidung maßgeblich davon abhängen wird, zu welchem Urteil der Deutsche Motor Sport Bund (DMSB)  kommt. Der DMSB ist für die Abnahme der Strecke im Fischereihafen zuständig und hat einen Bericht angefordert, in dem der Unfall aufgearbeitet werden soll.

Hinck geht von tragischem Rennunfall aus

Am Pfingstmontag war ein 35-Jähriger aus Bohmte direkt nach dem Start des Rennens in der Klasse "Superbike Legends Big Classic" gestürzt und von einem folgenden Fahrer überrollt worden. Organisator Hinck von der MSG Weserland sieht darin einen durch die Verkettung unglücklicher Umstände entstandenen Rennunfall, der auch durch noch so harte Sicherheitsauflagen nicht zu verhindern gewesen sei.

Mehrheit spricht sich für die Fortführung des Rennens aus

In einer nicht repräsentativen Umfrage stimmten die Nord24-Nutzer darüber ab, ob das Fischereihafen-Rennen nach dem tragischen Todesfall in Zukunft noch stattfinden soll. Eine deutliche Mehrheit (83 Prozent, 2079 Leserstimmen) sprach sich für die Fortführung des Sportwettbewerbs aus. Zwölf Prozent (311 Stimmen) waren dagegen. Drei Prozent waren unentschlossen.

2013 der erste Todesfall beim Fischereihafenrennen

Stürze kommen beim Fischereihafenrennen immer wieder vor, die meisten gehen aber glimpflich aus. Vor drei Jahren hatte es in der langen Geschichte des Rennens erstmals ein Todesopfer gegeben, damals war ein 21-Jähriger auf der Strecke ums Leben gekommen. Die Sicherheitsmaßnahmen waren daraufhin verschärft worden.

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