Auch bei der vorletzten Etappe der Tour de France konnte an der Dominanz  von Christopher Froome (im gelben Trikot) niemand mehr kratzen.

Auch bei der vorletzten Etappe der Tour de France konnte an der Dominanz von Christopher Froome (im gelben Trikot) niemand mehr kratzen.

Foto: Valat/dpa

Sport

Froome bei Tour ohne Risiko: Brite steht vor drittem Sieg

Von nord24
23. Juli 2016 // 17:46

Radprofi Chris Froome trennen nur noch 113 Kilometer von seinem dritten Sieg bei der Tour de France seit 2013. Beim Defilee auf der Champs Élysées am Sonntag droht keine Gefahr mehr von der Konkurrenz: Der 31 Jahre alte Brite, der bei der 103. Frankreich-Rundfahrt sogar zwei folgenschwere Stürze wegsteckte, geht weiter mit einem komfortablen Vorsprung auf den Franzosen Romain Bardet (+4:05 Minuten) und den Kolumbianer Nairo Quintana (+4:21) auf die letzte Etappe. Traditionell geht es da nicht mehr um Sekunden - nur die Sprinter stehen noch einmal besonders im Fokus.

Sturz scheint vergessen

Auf der letzten Alpenetappe am Sonnabend von Megève nach Morzine schien Froome vom Sturz am Vortag kaum noch etwas zu spüren. Er und sein überragendes Team konterten im Dauerregen die letzten Attacken der Herausforderer, die ihre Hoffnungen aber eigentlich schon längst aufgegeben hatten. An der Dominanz des 31 Jahre alten Briten konnte niemand kratzen.

Tagessieg für Izaguirre

Den Tagessieg sicherte sich nach 146,5 Kilometern der Baske Jon Izaguirre. Der Movistar-Profi machte dem Giro-Gewinner Vincenzo Nibali, der die letzte Chance auf einen diesjährigen Tagessieg ergreifen wollte, einen Strich durch die Rechnung. Auf der halsbrecherischen, neun Kilometer langen Abfahrt vom Joux Plane hatte Izaguirre am meisten riskiert und sogar den Abfahrt-Spezialisten Nibali in die Schranken und auf Rang drei des Tagesklassements verwiesen.

Sekunden-Vorsprung gestattet

Froome, der sich am Vortag am Knie, Rücken und Ellenbogen verletzt und das Ziel im zerfetzten Gelben Trikot auf dem Rad seines Teamkollegen Geraint Thomas erreicht hatte, war noch einmal generös. Auf den letzten Metern gestatte er Quintana am Samstag noch einen kleinen Sekunden-Vorsprung. Das tat dem Briten nicht mehr weh. Beim Passieren der Ziellinie in Morzine lächelte Froome erleichtert.

Regen und gefährliche Kletterpartien

Regen, tiefe Temperaturen, gefährliche Kletterpartien und Abfahrten: Die 20. Etappe machte es den Protagonisten noch einmal schwer. Die ersten Abfahrten der letzten Alpenetappe nahm Froome inmitten seiner Teamkollegen fast im Hobby-Radler-Tempo. Er wurde über vier Anstiege und Abfahrten sicher ins Ziel pilotiert. Risikovermeidung um jeden Preis war seine Parole.

Französische Fahrer bestimmen den Rhythmus

Vor der Froome-Gruppe hatte lange eine 15 Fahrer starke Ausreißergruppe das Rennen bestimmt. In ihr bestimmten anfangs besonders die französischen Fahrer den Rhythmus. Seit Bardets Triumph in Megève, der den AG2R-Kapitän auf Rang zwei hinter Froome hatte klettern lassen, präsentieren sie sich voll motiviert. Aber in der Endabrechnung spielten sie in Morzine keine Rolle mehr.

Schweigeminute für die Opfer von München

Die Etappe hatte in Megève mit einer Schweigeminute für die Opfer des mutmaßlichen Amoklaufes von München begonnen. Der deutsche Meister André Greipel stand in der ersten Fahrerreihe neben Froome.

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