Kai Häfner (Mitte) lässt sich von seinen Kameraden feiern: Er hat das Siegtor geworfen

Kai Häfner (Mitte) lässt sich von seinen Kameraden feiern: Er hat das Siegtor geworfen

Foto: Wolf

Sport

Handballer kämpfen sich ins Endspiel der EM

Von Torsten Melchers
30. Januar 2016 // 00:03

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft steht im Endspiel der EM. Im Halbfinale besiegte sie das norwegische Team mit 34:33  allerdings erst nach Verlängerung. Die Auswahl des DHB hatte sogar Glück:  Erst 15 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit warf Rune Dahmke das Tor zum 27:27.  Hätte er nicht getroffen, wäre Norwegen ins Endspiel eingezogen.

Norwegen legt Protest ein

Das kann nun aber  immer noch passieren. Norwegen hat nämlich Protest gegen die Wertung eingelegt. In den letzten fünf Sekunden sollen zwei deutsche Spieler mit gelben Hemden auf dem Parkett gewesen sein. Also sozusagen zwei Torhüter. Das ist nicht erlaubt. Über den Protest wurde aber nicht sofort entschieden. Das will die Europäische Handball-Föderation erst am Sonnabendvormittag machen.  Die deutschen Handballer glauben aber nicht,  dass sie etwas falsch gemacht haben. "Wir freuen uns auf das Finale", sagte Delegationsleiter Bob Hanning. Gegner im Endspiel am Sonntag (17.30 Uhr/ARD) sind die Spanier, die Kroatien mit 33:29  bezwangen. In der Vorrunde hatte Deutschland gegen den WM-Vierten mit 29:32 verloren, die bislang einzige Niederlage im Turnier.

Handballer aus Deutschland wirken in der Schlussphase nervös

Im Halbfinale gegen Norwegen blieb die junge deutsche Mannschaft ihrer Linie treu. Vor allem der coole Siebenmeter-Schütze Reichmann und der erneut starke Keeper Wolff hielten die Norweger in Schach.  Die Gegner zeigten aber, dass sie nicht umsonst so weit gekommen waren. Nervenstark hielten sie Anschluss. So wogte die Partie immer hin und her. Keine Mannschaft konnte sich absetzen.  Doch gegen Ende wirkten die Deutschen nervös, Norwegen führte plötzlich mit zwei Toren Abstand.

Kai Häfner trifft fünf Sekunden vor dem Ende zum Sieg

Doch Rune Dahmke rettete die deutsche Mannschaft mit einem Treffer in die Verlängerung.  Dort zeigte das DHB-Team dann erneut seine Willensstärke, erkämpfte sich die Führung und gab diesen Vorteil nicht mehr her. Häfner machte mit seinem Siegtreffer fünf Sekunden vor Schluss alles klar.

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