Mats Hummels spielt seit acht Jahren bei Borussia Dortmund, in diesem Sommer aber wird er aber aller Voraussicht nach Tschüs sagen und zum FC Bayern München wechseln. Jenem Verein, bei dem er in der Jugend ausgebildet wurde.

Mats Hummels spielt seit acht Jahren bei Borussia Dortmund, in diesem Sommer aber wird er aber aller Voraussicht nach Tschüs sagen und zum FC Bayern München wechseln. Jenem Verein, bei dem er in der Jugend ausgebildet wurde.

Foto: Kirchner/dpa

Sport

Hummels sagt: Tschüs Dortmund, hallo Bayern

Von nord24
27. April 2016 // 19:00

Offiziell ist noch nichts, doch die Zeichen weisen nur in eine Richtung: Mats Hummels wird Borussia Dortmund verlassen und innerhalb der Fußball-Bundesliga zu Bayern München wechseln. Warum? Wir nennen sechs Indizien, die darauf hindeuten.

Erstens: Der Zeitpunkt ist günstig

Die Spekulationen über einen Wechsel hat Mats Hummels recht geschickt selbst losgetreten, indem er zunächst ganz allgemein über seine Zukunftspläne sprach. Er hat einen guten Zeitpunkt gewählt: Die Saison in der Fußball-Bundesliga ist gelaufen, das Pokalfinale am 21. Mai gegen Bayern München noch weit weg. Wenn der Wechsel in den nächsten Tagen offiziell wird, ist die Brisanz bis dahin raus.

Zweitens: Der Papa arbeitet schon mal vor

Wer hat Bayern München erstmals in Zusammenhang mit Mats Hummels genannt? Hermann Hummels, der Vater der Nationalspielers, der jahrelang in der Jugendabteilung für die Bayern gearbeitet hat und inzwischen der Berater seines Sohnes ist. Unbedacht hat er das sicher nicht getan, dahinter steckt Kalkül. Zunächst war von einem Wechsel ins Ausland die Rede, dann kamen die Bayern ins Spiel.

Drittens: Hummels ist ein Münchener

Ähnlich geschickt hat Hummels die Argumente platziert, die einen Wechsel verständlich erscheinen lassen sollen: München ist sein Lebensmittelpunkt, dort ist er aufgewachsen, dort wohnen die Eltern, die Freundin stammt aus der Nähe.

Viertens: In Dortmund meckert gar keiner

Kein böses Wort ist einem der BVB-Verantwortlichen zu Bayern München über die Lippen gekommen – seltsam, oder? Bei den Abwerbungen von Mario Götze oder Robert Lewandowski klang das noch ganz anders. Jetzt spricht Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ganz locker darüber, dass er die Überlegungen von Hummels verstehen und sich vorstellen kann, dass der zu den Bayern tendiert. Um dann beiläufig zu erwähnen, dass Hummels dem BVB viel wert sei und ein anderer Verein tief in die Tasche greifen müsse, um den Abschiedsschmerz zu lindern. Und schwupp – schon geistert eine Ablöse von 30 Millionen Euro durch den Raum.

Fünftens: Zehn Millionen Euro Gehalt winken

So wohl sich Hummels in Dortmund fühlt, das Gen der BVB-Ikone trägt er nicht in sich. Er ist beim FC Bayern ausgebildet worden. Mit 7 Jahren trat er in den Verein ein und spielte seine ganze Jugend lang dort, bis er mit 19 nach Dortmund wechselte. Hummels ist zudem ein nachdenklicher, intelligenter Typ, der seine Karriere gut analysiert und genau weiß: Wenn nicht jetzt, dann nie mehr. Als Nationalspieler zum FC Bayern zu gehen, der so gut dasteht wie nie, ist eine Verlockung, der man nicht widerstehen kann. Zudem winken mindestens zehn Millionen Euro Gehalt pro Jahr.

Sechstens: Die Bayern brauchen Hummels

Auf keiner anderen Position haben die Bayern so viel Handlungsbedarf wie auf der des Innenverteidigers. Holger Badstuber bleibt der Verletzungs-Pechvogel, der verletzungsanfällige Mehdi Benatia hat die Erwartungen nicht erfüllt. Bis zur Rückkehr von Jerome Boateng bilden mit Youngster Yoshua Kimmich und Javi Martinez zwei Spieler die Innenverteidigung, die im zentralen Mittelfeld mindestens ebenso wertvoll wären.

Prognose: Pokalfinale als Abschiedsspiel

Wir vermuten: In Kürze wird der Transfer öffentlich gemacht, für Mats Hummels wird das Pokalfinale gegen die Bayern zur großen Abschiedsgala. Die Borussen kassieren genug Geld, um die Lücken zu schließen. Eine andere Variante: Im Zuge des Hummels-Transfers holt der BVB den verlorenen Sohn zurück, der in München nicht glücklich geworden ist. Mario Götze kommt zurück nach Dortmund.

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