Jannik Vestergaard spricht als Führungsspieler bei Werder die Defizite offen an. Foto Gumz

Jannik Vestergaard spricht als Führungsspieler bei Werder die Defizite offen an. Foto Gumz

Foto: Scheer

Sport
Werder Bremen

Jannik Vestergaard: "Wir waren ein bisschen zu lieb"

Von Dietmar Rose
12. Januar 2016 // 20:01

Wer mit Jannik Vestergaard spricht, bekommt keine Worthülsen und Alibi-Aussagen aufgetischt. Der zwei Meter lange Abwehr-Hüne von Werder Bremen ist ein nachdenklicher Profi, der Klartext redet. Im Trainingslager in Belek erklärt der Däne, was Werder verbessern muss und warum er Fußballspiele im Fernsehen ohne Ton schaut.

"Wir müssen für den Gegner unangenehm sein"

Mit Tabellenplatz 16 ist niemand bei den Bremern nach der Hinrunde zufrieden, auch Vestergaard nicht. Seine Hauptthese: "Ich finde, dass wir in der Vergangenheit ein bisschen zu lieb waren." Man brauche eine gewisse mentale Härte, um Spiele zu gewinnen. Werder muss seiner Ansicht nach aggressiver spielen, sich nicht alles gefallen lassen. "Um für den Gegner unangenehm zu sein, brauchen wir Aggressivität in den Zweikämpfen", sagt der Däne.

Der Abwehr-Hüne spricht als Führungsspieler Defizite offen an

Der Abwehrspezialist sieht sich als Führungsspieler, der Defizite offen anspricht. Angesichts von nur 15 Punkten in der Hinrunde sei Kritik natürlich berechtigt. Aber es sei nicht alles schlecht gewesen, wie es oft dargestellt werde. "Ich glaube trotzdem, dass in Deutschland immer alles schwarz-weiß ist. Entweder ist alles gut, oder es ist alles schlecht. Man tendiert ein bisschen dazu, das Negative zu sehen und erst mal Probleme zu finden", ist der Eindruck des 23-jährigen Nationalspielers. In seiner Heimat Dänemark sei das anders. "Ich glaube, dass man dort besser darin ist, anzuerkennen, wenn etwas gut ist", sagt er. Seine  Konsequenz ist, dass er die Berichte in Zeitungen nicht lese und sich Spiele im Fernsehen ohne Kommentar anschaue. Vestergaard: "Egal, ob etwas Positives oder Negatives über mich in der Zeitung steht – ich möchte mich damit nicht beschäftigen. Ich konzentriere mich lieber auf meinen Job."  

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