Der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach Foto dpa

Der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach Foto dpa

Foto: Hoppe/dpa

Sport

Russische Olympia-Mannschaft wird nicht komplett ausgeschlossen

Von Ute Schröder
24. Juli 2016 // 17:18

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) lässt für Russlands Sommer-Olympioniken trotz aller Doping-Skandale die Unschuldsvermutung gelten: Die russische Mannschaft wird nicht komplett von den Sommerspielen in Rio de Janeiro im August ausgeschlossen. Der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach sagte heute: "Unser Ergebnis respektiert die Regeln des Rechts und das Recht aller sauberen Athleten weltweit." Auch für russische Sportler müsse die Unschuldsvermutung gelten. Dennoch müssten sie strenge Auflagen erfüllen, um in Rio antreten zu dürfen. Die Leichtathleten bleiben jedoch gesperrt.

Einzelne Sportverbände entscheiden nun über Zulassung russischer Athleten

Laut Bach liegt es nun vor allem an den einzelnen internationalen Sommersportverbänden in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Sportgerichtshof CAS, darüber zu befinden, ob einzelne russische Athleten in den jeweiligen Sportarten antreten dürften oder nicht. Unter der Führung Bachs hatte das Exekutivkomitee des IOC zuvor beraten, ob nach den russischen Leichtathleten das komplette Team ausgeschlossen werden soll. Auslöser war ein Report der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA, bei dem staatlich angeordnetes systematisches Doping in Russland nicht nur in der Leichtathletik festgestellt worden war.

Russland reagiert zufrieden

Russland zeigte sich zufrieden. "Das ist eine rechtmäßige Lösung", sagte der Chef des Sportausschusses im russischen Parlament, Dmitri Swischtschjow.

Diese Artikel könnten dich auch interessieren
Immer informiert via Messenger

Ist es die richtige Entscheidung, dass der Weihnachtsmarkt 2020 in Bremerhaven stattfinden darf?

1043 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger