Der Favorit hat sich durchgesetzt: Hier jubeln die Bayern über das zwischenzeitliche 2:0 durch Serge Gnabry.

Der Favorit hat sich durchgesetzt: Hier jubeln die Bayern über das zwischenzeitliche 2:0 durch Serge Gnabry.

Foto: Ronald Wittek/epa/Pool/dpa

Sport

So hat der FC Bayern München den DFB-Pokal gewonnen

Von Christian Kunz, Holger Schmidt und Jan Mies
4. Juli 2020 // 22:03

Der FC Bayern hat sich zum Ende der schwierigen Corona-Saison mit dem Pokal-Triumph zum Doublesieger gekrönt. Der Münchner Geister-Express ließ sich am Samstag beim 4:2 (2:0) auch von Bayer Leverkusen im Cup-Endspiel nicht stoppen. Im leeren Berliner Olympiastadion dokumentierten David Alaba (16. Minute) mit einem Traumfreistoß, Serge Gnabry (24.) und Final-Rekordtorschütze Robert Lewandowski (59. und 89.) die Überlegenheit des deutschen Fußball-Rekordchampions beim 13. Double aus Meisterschaft und Pokal.

Bayer Leverkusen und das „Vizekusen“-Image

Für Leverkusen, das nach dem 1:3 durch Sven Bender (64.) gegen dann etwas unkonzentrierte Münchner Hoffnung schöpfte, bedeutet die Finalniederlage den neunten zweiten Platz seit dem letzten Titelgewinn beim Pokalsieg im Jahr 1993 - das „Vizekusen“-Image verfolgt die Werkself weiter. Das Tor von Kai Havertz per Handelfmeter (90.+4) kam zu spät. Die nächste Chance, dieses abzulegen, bietet sich beim Europa-League-Finalturnier in Nordrhein-Westfalen.

Triste Corona-Kulisse

Für beide Vereine endete in Berlin eine in jeder Hinsicht außergewöhnliche Pokal-Saison: Wegen der Zwangspause dauerte es 330 Tage, ehe der Sieger gekürt werden konnte. Und nicht im ausverkauften Olympiastadion vor Tausenden Fans - sondern vor trotz Dekoration in Vereinsfarben sehr trister Corona-Kulisse. Dabei sein durften am Samstagabend letztlich nur 691 Menschen, darunter auch Bundestrainer Joachim Löw.

Die Bayern mit starker Körpersprache

Mit schnellem, direkten Spiel bewiesen die Bayern früh ihre Torgefahr. Ein Kopfball von Lewandowski (3.), ein Schuss von Kingsley Coman (10.), dazu starke Körpersprache - die Meister-Bayern waren nach knapp zehn Minuten endgültig im Finale angekommen, was Alaba mit seinem traumhaften Freistoß in den Winkel direkt belohnte. Die Taktik der Leverkusener kam durch das frühe Gegentor an ihre Grenzen. Vorne fehlten die echten Stürmer, und die Münchner zeigten immer deutlicher die gefürchtete Dominanz der Bundesliga-Schlussphase.

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