Das war es: Angelique Kerber hat verloren.

Das war es: Angelique Kerber hat verloren.

Foto: Arrizabalaga/dpa

Sport

Tennis: Kerber verpasst Coup in Wimbledon

Von nord24
9. Juli 2016 // 17:30

Als ihr Kindheitstraum vom Wimbledon-Sieg beendet war, konnte Angelique Kerber auch mit dem kleinen Silberteller in der Hand wieder lächeln. Die Pose der Siegerin und die Jubelbilder auf dem Balkon musste Deutschlands neuer Tennis-Liebling Serena Williams überlassen.  Trotz einer herausragenden Leistung verpasste Kerber am heutigen Sonnabend ihren Premieren-Titel beim berühmtesten Turnier der Welt. Nach einem furchtlosen Auftritt blieb eine erneute Überraschung gegen die Titelverteidigerin und Weltranglisten-Erste knapp aus. Steffi Graf bleibt vorerst die letzte deutsche Wimbledonsiegerin.

Das Spiel dauert 81 Minuten

"Es ist ein großartiges Gefühl, hier zu spielen", sagte Kerber und war zu Tränen gerührt, nachdem sie ihre Rivalin am Netz lange umarmt hatte. "Du hast es dir wirklich verdient. Wir haben ein großartiges Match gespielt." Die 28 Jahre alte Kielerin musste sich nach 81 höchst unterhaltsamen und teilweise mitreißenden Minuten mit 5:7, 3:6 geschlagen geben und konnte den Coup von ihrem Australian-Open-Sieg vor rund fünf Monaten gegen die 34 Jahre alte Amerikanerin nicht wiederholen.

Ein weiteres schillerndes Kapitel für Serena Williams

Serena Williams fügte ihrer imposanten Karriere damit ein weiteres schillerndes Kapitel hinzu. Mit ihrem siebten Wimbledon-Triumph verteidigte sie nicht nur ihren Erfolg aus dem Vorjahr, sondern holte auch ihren 22. Grand-Slam-Titel. Damit stellte Williams die Bestmarke von Steffi Graf aus der Profizeit ein, der sie schon seit dem vergangenen Jahr hinterhergerannt ist. Rücklings ließ sie sich nach dem Matchball auf den Rasen fallen. "Nummer 22, das ist fantastisch", sagte Serena Williams und lobte Kerber: "Sie ist eine großartige Gegnerin. Sie holt immer das beste Tennis aus mir heraus."

Angelique Kerber liefert ein starkes Match ab

In ihrem zweiten Grand-Slam-Finale lieferte Kerber ein starkes Match ab, am Ende war die Präzision und Power von Williams einen Tick zu gut. Die 1,73 Meter große Linkshänderin war die erste Deutsche am Finaltag auf dem berühmten Rasen seit Sabine Lisicki 2013. Trotz der bitteren Niederlage hat sie bewiesen, dass ihr Melbourne-Triumph kein Zufall war. Auch wenn es nicht geklappt hat, sich als erste Deutsche seit Graf 1996 in der ruhmreichen Siegerliste zu verewigen. Am Ende blieb einem Turnier, in dem sie sich selbstbewusst und entschlossen präsentierte, in dem sie beeindruckend spielte, nur die Krönung im finalen Akt versagt. Auf der anderen Seite des Netzes stand aber auch die Spielerin, die das Damen-Tennis seit Jahren dominiert. Mit dem ersten Matchball kürte sich Williams einmal mehr zum Champion.

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