Die Trauer in Wolfsburg war groß: Am 11. Januar 2015 starb VfL-Nachwuchs-Talent Junior Malanda nach einem Autounfall.

Die Trauer in Wolfsburg war groß: Am 11. Januar 2015 starb VfL-Nachwuchs-Talent Junior Malanda nach einem Autounfall.

Foto: Steffen/dpa

Sport

Tod von Junior Malanda: Verfahren ist eingestellt

Von nord24
4. Juli 2016 // 16:37

Das belgische Fußball-Talent Junior Malanda vom VfL Wolfsburg starb vor 18 Monaten bei einem Autounfall. Anschließend wurde bis heute gegen den 21-jährigen Fahrer des Wagens ermittelt. Das Urteil: Gegen eine Geldauflage von 4000 Euro hat das Amtsgericht Minden das Verfahren eingestellt. 

Auf regennasser Straße zu schnell gefahren

Der Angeklagte, der ein Freund Malandas war und in der 2. Liga in Portugal sein Geld verdient, gab vor Gericht zu, auf regennasser Straße zu schnell gefahren zu sein. Ein Gutachten hatte das bestätigt, allerdings den Vorwurf des Rasens auf der Autobahn verneint. Die Fußballer waren von Belgien aus auf dem Weg zum Flughafen in Braunschweig. Von dort sollte Malanda mit der Wolfsburger Bundesliga-Mannschaft ins Trainingslager nach Südafrika fliegen.

Malandas Eltern wollten keine Strafe für den Angeklagten

Die Eltern Malandas hatten den 21-Jährigen ins Gericht begleitet. Für das Gericht war auch ausschlaggebend, dass sie sich keine Bestrafung für den besten Freund ihres Sohnes gewünscht hatten. Nach Ansicht von Gericht und Staatsanwaltschaft ist der 21-jährige wegen des Todes seines Freundes bereits genug bestraft. Die Richterin sprach von einem Moment-Versagen.

Malanda war nicht angeschnallt

Laut Gutachter blieb offen, ob Malanda auch gestorben wäre, wenn er angeschnallt auf der Rückbank gesessen hätte. Er war durch das zerstörte Panoramadach aus dem Wagen geschleudert worden. (dpa)

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