Zlatko Junuzovic wird Werder Bremen verlassen.

Zlatko Junuzovic wird Werder Bremen verlassen.

Foto: dpa/Archiv

Sport
Werder Bremen

Unzufriedener Zlatko Junuzovic wird Werder Bremen verlassen

Von nord24
23. April 2018 // 14:42

Zlatko Junuzovic und der SV Werder Bremen gehen am Saisonende getrennte Wege. Der Österreicher hat dem Club mitgeteilt, dass er seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird.

Geringere Bezüge

Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Einen neuen Club hat der 30-Jährige noch nicht. Junuzovic spielt seit Anfang 2012 bei Werder. Der Club wollte zwar mit dem Kapitän verlängern, aber nur zu wesentlich geringeren Bezügen. Sein Nachfolger steht schon längst fest: Kevin Möhwald vom 1. FC Nürnberg.

Junuzovic ist unzufrieden

Die Entscheidung von Junuzovic kommt nicht wirklich überraschend. Denn der Österreicher war mit seiner aktuellen Situation bei Werder alles andere als zufrieden. Er beteuerte zwar immer, dass sein Verhältnis zu Florian Kohfeldt gut sei, aber für den Österreicher war der Trainerwechsel persönlich nicht gut. Kohfeldt-Vorgänger Alexander Nouri hatte Junuzovic vor fast genau einem Jahr zum Kapitän für die neue Saison ernannt – als Nachfolger von Clemens Fritz, der seine Karriere beendete.

Probleme mit dem Vertrag

Sportlich war Junuzovic danach unantastbar, aber es gab Probleme mit der Vertragsverlängerung. Baumann wollte den im Sommer 2018 auslaufenden Kontrakt zwar vorzeitig ausweiten, aber nur zu wesentlich schlechteren Konditionen.

Mit Wechsel geflirtet

Junuzovic lehnte ab, schmollte und flirtete mit einem Vereinswechsel. Mit dem türkischen Club Trabzonspor war er sich praktisch einig, sagte dann aber ab. Ein Wechsel in die Türkei wollte er dann doch nicht wagen, außerdem gab es Probleme bei der Ablöse, Werder wollte zu viel für den Mittelfeldspieler. Schließlich war er unter Nouri gesetzt.

Mit Kohfeldt befreundet

Wegen Achillessehnenproblemen verpasste Junuzovic die ersten sechs Bundesligaspiele. Früher als eigentlich geplant kehrte er auf den Platz zurück, doch auch er konnte Nouri nicht mehr retten. Der Coach wurde Ende Oktober entlassen, Kohfeldt sein Nachfolger. Mit ihm ist Junuzovic schon länger befreundet. Das resultiert aus Kohfeldts Zeit als Co-Trainer unter Viktor Skripnik.

Öfter auf der Bank

Doch der neue Coach nahm darauf keine Rücksicht, setzte den Mittelfeldspieler nur selten auf dessen bevorzugter Position im Zentrum ein und dann auch noch mehrfach auf die Bank. Zuletzt kam Junuzovic nur noch bei Heimspielen von Beginn an zum Einsatz – für einen Kapitän schon eine besondere Aktion. Aber diesen Stellenwert besaß Junuzovic schon lange nicht mehr.

Kruse und Moisander sind die Chefs

Max Kruse, der nun oft die Binde trägt, und Niklas Moisander gelten als Chefs im Team. Es wäre spannend geworden, ob Junuzovic bei einer Vertragsverlängerung wirklich Kapitän geblieben wäre.

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