Im Nordderby geht es meist zur Sache. Hier beharken sich Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie (links) und HSV-Stürmer Ivica Olic.

Im Nordderby geht es meist zur Sache. Hier beharken sich Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie (links) und HSV-Stürmer Ivica Olic.

Foto: Jaspersen/dpa

Sport

Werder Bremen ist bereit fürs Nordderby

Von Torsten Melchers
21. April 2016 // 15:33

Das Nordderby zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen ist immer brisant. Aber diesmal hat es die Begegnung besonders in sich. Mit einem Sieg am Freitagabend würde sich der HSV wohl endgültig aus dem Abstiegskampf befreien, mit einer Niederlage wieder mittendrin stecken. Die Bremer würden einen Sieg im Volksparkstadion als Befreiungsschlag empfinden, obwohl sie in der Tabelle in jedem Fall hinter Hamburg blieben (es sei denn, sie gewinnen 6:0).

Nordderby als Chance für den HSV

Obwohl Werder drei der jüngsten vier Pflichtspiele verloren hat, scheint die Zuversicht an der Weser größer zu sein als an der Elbe. Das liegt daran, dass Bremen in Dortmund (1:3-Niederlage, gegen Wolfsburg (3:2-Sieg) und zuletzt bei Bayern München (0:2) drei sehr ordentliche Auftritte hatte, während die Hamburger zuletzt den Faden verloren zu haben scheinen. Der überraschenden 0:2-Heimniederlage gegen  Darmstadt folgte ein uninspiriertes 0:3 bei Borussia Dortmund. Das Nordderby  ist nun eine Chance für das Team von Trainer Bruno Labbadia, wieder zurück in die Erfolgsspur zu kommen.

"Wir sind richtig, richtig fit"

Für die Hamburger spricht außerdem, dass sie ausgeruht sind, während es für Bremen am Freitag das dritte Spiel innerhalb von sieben Tagen ist. Werder-Trainer Viktor Skripnik gibt zwar zu: "Natürlich sind wir alle müde", sieht aber dennoch keine Probleme in Bezug auf die Fitness: "Wir können durchhalten", sagt er. Seine Spieler sind sogar noch optimistischer:  "Wir sind richtig, richtig fit", versichert Janek Sternberg. Zlatko Junuzovic sieht die kurzen Pausen zwischen den Spielen sogar als Vorteil an: "Wir sind im Rhythmus."

Pizarro, der Hamburg-Schreck

In der Bundesliga treffen die beiden Nordclubs am Freitag zum 104. Mal aufeinander. Die Bilanz ist leicht positiv für Bremen: 37 Siege, 33 Unentschieden, 33 Niederlagen. Die jüngste Pleite ist noch ganz frisch: Das Hinspiel verlor Werder im eigenen Stadion mit 1:3. Die Hoffnung, dass es diesmal anders ausgehen könnte,  liegt auch an Claudio Pizarro. Im Hinspiel war der Stürmer nicht in Form, aber seit Monaten trifft der Peruaner fast in jedem Spiel. Und gegen den Hamburger SV hat er in der Bundesliga schon 19-mal getroffen. Die Hoffnungen des HSV ruhen auf einem Ex-Bremer: Aaron Hunt soll als Regisseur im Mittelfeld die gefährlichen Ideen entwickeln. Hunt ist zwar seit Wochen angeschlagen, signalisierte aber vor dem Nordderby, dass er fit ist.

Im Nordderby geht es meist zur Sache. Hier beharken sich Werder-Verteidiger Theodor Gebre Selassie (links) und HSV-Stürmer Ivica Olic.

Claudio Pizarro ist Werder Bremens gefährlichster Stürmer

Foto: Jaspersen/dpa

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