Viktor Skripnik, der Trainer von Werder Bremen, steht unter Druck.

Viktor Skripnik bleibt Trainer bei Werder Bremen.

Foto: Jaspersen/dpa

Sport
Werder Bremen

Werder Bremen steht unter Druck

Von Torsten Melchers
26. Februar 2016 // 13:14

Werder Bremen steht in der Bundesliga seit vielen Wochen auf dem drittletzten Platz. Die Abstiegsgefahr wird immer größer. Am Sonnabend gegen Darmstadt 98 lastet deswegen ein enormer Druck auf der Mannschaft. Denn der Aufsteiger zählt zu jenen Teams, die Werder noch einholen will. Also lautet die Schlussfolgerung von Bremens Manager Thomas Eichin:  "Es versteht sich von selbst, dass dieses Spiel gewonnen werden muss." Viktor Skripnik spricht sogar von einem "Kampf ums Überleben".  Der Werder-Trainer steckt in der Vorbereitung auf diese Partie aber in einem Dilemma: Einerseits darf er den Druck von seinen Spielern nicht fernhalten, damit sie wissen, um was es geht. Andererseits droht die Gefahr, dass die Spieler dann verkrampfen. "Auch Profis brauchen eine gewisse Lockerheit", sagt der Trainer. Er hat deswegen im Training eine Spaß-Einheit eingebaut, bei dem die Bremer Fußballer erst Fangen gespielt haben und dann Gummiband-Fußball. Abwehrspieler Jannik Vestergaard lobt: "In unserer Situation ist es schwer, positiv zu bleiben", da könne so eine Einheit helfen. Zlako Junuzovic kehrt in die Startelf zurück Lockerheit allein wird gegen Darmstadt aber nicht reichen. Werder Bremen muss auch überzeugender spielen als zuletzt in Ingolstadt. Da hat die Mannschaft versucht, nur mit kämpferischen Mitteln zu bestehen. Diesmal verspricht Trainer Skripnik dass seine Mannschaft "attraktiv" spielen werde, dass es also auch spielerische Elemente geben werde, schnelle Kombinationen zum Beispiel, mit denen die einfallsreichen Stürmer Anthony Ujah und Claudio Pizarro besser eingesetzt werden können als mit hohen, weiten Bällen nach vorne.  Bei so einer Spielweise dürfte auch Zlatko Junuzovic wieder in der Startelf stehen. Der Österreicher kam zuletzt nur als Einwechselspieler zum Einsatz.

Es geht auch um den Trainer

Ob es wirklich so kommt, verrät Trainer Skripnik nicht, das macht er nie. Ebenso ein Rätselspiel macht er aus seinen taktischen Überlegungen. Im Training deutete sich aber an, dass  er eine Rückkehr zur Mittelfeldraute plant. Also mit nur einem "Sechser" (wahrscheinlich Sambou Yatabaré), zwei flinken Außen (Florian Grillitich und Fin Bartels) sowie Junuzovic in der Mitte.   Sollte das alles keinen Erfolg haben, sollte also Werder Bremen auch gegen Darmstadt verlieren, muss Skripnik damit rechnen, nicht mehr lange Trainer zu sein. Offiziell aber genießt er das Vertrauen der gesamten Chefetage.

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