Earvin "Magic" Johnson

Vor einem Vierteljahrhundert schockt die Nachricht über die HIV-Infektion von Earvin "Magic" Johnson die Sportwelt. Seit dem Karriereende widmet sich der frühere Basketball-Superstar der Aufklärung - und begeistert auch US-Präsident Barack Obama.

Foto: Kurokawa/dpa

Sport

Zahl des Tages: 25

Von nord24
4. November 2016 // 13:00

Vor einem Vierteljahrhundert schockt die Nachricht über die HIV-Infektion von Earvin "Magic" Johnson die Sportwelt. Vor 25 Jahren erzählt der Basketball-Superstar Ehefrau Cookie von seiner erschütternden HIV-Diagnose - und erinnert sich auch heute noch mit Schrecken daran. "Ich denke, dass ich jetzt wahrscheinlich tot wäre, falls sie mich verlassen hätte - keine Frage", sagt der inzwischen 57-Jährige jüngst dem "People"-Magazin. "Sie dachte, es wäre mein Todesurteil, weil wir es nicht besser wussten."

Johnson gibt zwei Kurz-Comebacks

Am 7. November 1991 wendet sich Johnson an die amerikanische Öffentlichkeit und gibt seine HIV-Infektion und zunächst auch sein Karriereende bekannt. Er kehrt zurück, gewinnt mit seinen US-Kollegen Olympia-Gold, belässt es aber aus Rücksicht auf die Sorgen seiner Kontrahenten schweren Herzens bei zwei Kurz-Comebacks. "Die Spieler waren so verängstigt, dass sie sich mit HIV infizieren, wenn sie nur gegen mich spielen", berichtet Johnson vor einigen Jahren.

Johnson steht auf illustren Gästelisten

Ein Rückzug ins Private und der alleinige Kampf mit der Krankheit kommt für den heutigen Geschäftsmann aber schon damals nicht infrage. Eine Kombination zahlreicher Medikamente verhindert den Ausbruch der Krankheit. Zunächst sucht er als Motivationssprecher und TV-Kommentator das Rampenlicht, heute besitzt er ein geschätztes Vermögen von 500 Millionen US-Dollar und ist auf zahlreichen Geschäftsfeldern aktiv. Johnson ist unter anderem Mitbesitzer des Baseball-Clubs Los Angeles Dodgers und steht auf der illustren Gästeliste beim Geburtstag von Barack Obama.

Obama schwärmt von Magic Johnson

"Ein Teil, der Magic so speziell macht, war nicht nur, wie er auf dem Feld spielte, sondern auch sein ansteckender Enthusiasmus für das Leben und was er mit seinen Geschäften für die schwarze Community erreicht hat", schwärmt der US-Präsident von Johnson. "Es ist seit einer langen Zeit ein herausragender Führer in unserem Land."

Wahrnehmung von HIV verändert

Dieser Lobeshymne schließt sich auch Phill Wilson, Chef des Black AIDS Institute, an. "Johnson hat die Wahrnehmung von HIV in den USA vollständig verändert", sagt er zuletzt dem Internetportal "Mic". Mit Hilfe seiner Persönlichkeit räumt Johnson auch mit dem damals größten Vorurteil auf. "Die vorherrschende Warnung war, dass HIV eine Krankheit von weißen Homosexuellen war", erinnert Wilson. (dpa)

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