Horst Eckel steht in der Sonderausstellung "Post vom Chef - Herbergers Briefe an die Weltmeister“ neben einem Bild aus seiner aktiven Zeit.

Fußball-Weltmeister Horst Eckel ist im Alter von 89 Jahren gestorben.

Foto: picture alliance/dpa

Sport

Der letzte Weltmeister von 1954: Horst Eckel gestorben

3. Dezember 2021 // 13:36

Horst Eckel, der letzte Fußball-Weltmeister von 1954, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Das teilte der DFB am Freitag mit.

Horst Eckel am Freitag gestorben

Der deutsche Fußball trauert um Horst Eckel. Der Pfälzer war der letzte noch lebende Weltmeister von 1954. Er starb am Freitag im Alter von 89 Jahren. Dies bestätigte der Deutsche Fußball-Bund. Der rechte Außenläufer des 1. FC Kaiserslautern gehörte als Jüngster jener Mannschaft von Kapitän Fritz Walter an, die das Endspiel im Dauerregen gegen den großen Favoriten Ungarn nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gewann und das „Wunder von Bern“ schaffte.

„Der Windhund“ hält dem Chef den Rücken frei

Eckel hatte den Spitznamen „Der Windhund“, weil der schnelle Spieler im Mittelfeld die Löcher stopfte und seinem späteren Trauzeugen Fritz Walter den Rücken frei hielt. Zusammen mit Fritz und Ottmar Walter sowie Werner Liebrich und Werner Kohlmeyer bildete er den Lauterer Block in Herbergers Team und bestritt insgesamt 32 Länderspiele.

Aufbruchsignal für die ganze Nation

„Beim Schlusspfiff wussten wir, dass wir Weltmeister sind. Aber was das für die Leute zu Hause bedeutet, haben wir erst gemerkt, als wir wieder deutschen Boden betreten haben. Es war ein toller Empfang“, erinnerte sich Eckel einmal. Neun Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war dieser Sieg ein Signal für den politischen und wirtschaftlichen Aufbruch der Nation.

Im Schatten der großen Namen

Solange alle Weltmeister von 1954 noch lebten, stand der in Bruchmühlbach-Miesau geborene Eckel immer im Schatten der großen Namen: eines Helmut Rahn, eines Toni Turek und vor allem Fritz Walter. Nach dem Tod von Hans Schäfer am 7. November 2017 aber blieb nur noch der bodenständige und zurückhaltende Eckel übrig, um dieses Jahrhundertteam bei jeder Gelegenheit zu repräsentieren. Er beriet auch den Regisseur Sönke Wortmann, als der den Film „Das Wunder von Bern“ drehte. (dpa)

Immer informiert via Messenger
Bremens Bildungssenatorin will an der Präsenzpflicht in Schulen festhalten. Richtig?
709 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger