Es geht doch: Deutschlands Kai Havertz (Mitte) bejubelt mit Serge Gnabry sein Tor zum 1:3 gegen Portugal.

Es geht doch: Deutschlands Kai Havertz (Mitte) bejubelt mit Serge Gnabry sein Tor zum 1:3 gegen Portugal.

Foto: Guelland/dpa

Sport

DFB-Elf feiert 4:2 gegen Portugal

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Von nord24
19. Juni 2021 // 20:08

Mit Mut und der von Joachim Löw geforderten Durchschlagskraft ist der Fußball-EM-Express gerade rechtzeitig richtig ins Rollen gekommen.

Spaß- und Powerfußball

Angetrieben von den als verkappten Außenstürmern überragenden Robin Gosens und Joshua Kimmich hat die deutsche Nationalmannschaft mit Spaß- und Powerfußball beim 4:2 (2:1) gegen Lieblingsgegner Portugal das erste große Sommerfest in der Münchner Arena gefeiert - trotz manch defensiver Wackler.

Eigentor-Doppelpack

Durch den erzwungen Eigentor-Doppelpack von Rúben Dias (35. Minute) und Raphael Guerreiro (39.) sowie die Treffer von Kai Havertz (51.) und dem an allen vier Toren beteiligten Turnierneuling Gosens (60.) ist die Drohkulisse eines frühen Turnier-K.o. und bitteren Endes der Ära von Bundestrainer Joachim Löw plötzlich wie weggeblasen.

Ronaldo muss zittern

Trotz der Tor-Premiere von Cristiano Ronaldo (15.) gegen Deutschland und dem Treffer von Diogo Jota (67.) kann die DFB-Elf im letzten Gruppenspiel am Mittwoch mit einem Sieg gegen Ungarn sogar den ersten Platz in der Hammergruppe F noch schaffen. Die befürchtete Rechnerei um Gruppenkonstellationen und den rettenden dritten Rang kann man sich aus eigener Kraft ersparen. Ronaldo hingegen muss nach seiner fünften Niederlage gegen Deutschland mit dem Titelverteidiger wieder zittern.

Unveränderte Startelf

Im legeren blauen Hemd dirigierte Löw engagiert an der Seitenlinie. Sein Startelfpersonal hatte er trotz der Enttäuschung gegen Frankreich unverändert gelassen. Kimmich begann wieder auf der rechten Außenbahn statt im Zentrum, das erneut von Ilkay Gündogan und Toni Kroos besetzt wurde. Die offensive Dreierkette bildeten Havertz, Serge Gnabry und Thomas Müller, die schon nach gut vier Minuten jubelten - aber nur kurz. Das von Gosens artistisch erzielte, vermeintliche Führungstor zählte wegen einer Abseitsposition von Gnabry nicht.

Gnadenlos gekontert

Nach einer deutschen Ecke schalteten Ronaldo und Co. blitzschnell um und konterten gnadenlos. Das entscheidende Zuspiel auf Diogo Jota konnten die zurückeilenden Matthias Ginter und Kimmich nicht verhindern. Der 24-Jährige vom FC Liverpool legte überlegt auf Ronaldo, der vollendete und seine Freude in den Münchner Himmel schrie. Der Superstar erzielte sein 19. Tor bei Welt- und Europameisterschaften und schloss zu Rekordhalter Miroslav Klose auf.

Kimmich leitet ein

Das erste deutsche Turniertor leitete Kimmich über die viel diskutierte rechte Seite mit einem starken Ball auf Gosens ein, der mit Wucht und dem von Löw geforderten Mut direkt in die Mitte weiterleitete. Dort zwang Havertz Rúben Dias mit gutem Körpereinsatz zum Eigentor, das dem verhängnisvollen von Mats Hummels gegen Frankreich ähnelte.

Starkes Nachsetzen

Die Führung erzwang die DFB-Auswahl durch erneut starkes Nachsetzen. Kimmich spielte den entscheidenden Ball aus kurzer Distanz vor das portugiesische Tor, den der Dortmunder Guerreiro nur noch ins eigene Tor abwehren konnte.

Gute Hereingabe

Das dritte Tor für Deutschland nach starker Angriffskombination brachte noch mehr Sicherheit. Gosens wurde auf der linken Seite von den Portugiesen allein gelassen, die wieder gute Hereingabe des Italien-Profis verwertete Havertz zum ersten selbst erzielten Treffer der DFB-Auswahl.

Glanzleistung von Gosens

Gosens krönte seine Glanzleistung in München per Kopf. Bei der Flanke von Kimmich schien wieder kein Portugiese den 26-Jährigen auf der Rechnung zu haben. Bei seiner Auswechslung kurz darauf wurde Gosens verdient gefeiert, der Nationalspieler verneigte sich sogar kurz, die Fans riefen im Gegenzug lautstark seinen Namen. (dpa)

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