Voller Einsatz: Die deutsche Spielerin Sara Däbritz (links) bei einer Aktion gegen Barbara Bonansea aus Italien. Kommenden Dienstag spielt die deutsche Mannschaft gegen Russland.

Voller Einsatz: Die deutsche Spielerin Sara Däbritz (links) bei einer Aktion gegen Barbara Bonansea aus Italien. Kommenden Dienstag spielt die deutsche Mannschaft gegen Russland.

Foto: Foto: Jaspersen/dpa

Sport

Fußball-EM: Jones übt Kritik an ihren Spielerinnen

Von nord24
22. Juli 2017 // 20:35

Steffi Jones gilt als freundlich, kommunikativ und harmoniebedürftig. Doch niemand sollte sich täuschen. Die Fußball-Bundestrainerin kann auch anders. Nach dem erneut mageren Auftritt bei der Fußball-EM und der dürftigen Torausbeute beim glücklichen 2:1-Sieg gegen Italien war die 44-Jährige zwar wie ihre Spielerinnen erleichtert und „froh über die drei Punkte“.

Genervt von emotionaler Achterbahnfahrt

Vor allem die erneut mangelnde Chancenverwertung trotz der spielerischen Dominanz prangerte Jones nach dem ersten Turniererfolg an. Sichtlich genervt und mitgenommen von der emotionalen Achterbahnfahrt kritisierte sie ihr Team ungewöhnlich scharf. „Wir haben der Mannschaft viel Vertrauen ausgesprochen, so reicht es aber nicht. Wir müssen aus unsere Fehlern lernen, und die Spielerinnen müssen es jetzt umsetzen. Sonst wird es schwer, unsere Ziele zu erreichen.“

Mannschaft unter Zugzwang

Auch wenn der Titelverteidiger in der Gruppe B mit nun vier Zählern hinter den punktgleichen Schwedinnen das Viertelfinale dicht vor Augen hat, sind die Spielerinnen unter Zugzwang. Im abschließenden Vorrundenspiel gegen den Tabellen-Dritten Russland (3 Punkte), der noch die Chancen auf die K.o.-Runde hat, muss der Knoten platzen. . „Wir wollen das Spiel gegen Russland klar gewinnen“, forderte Jones. „Die Russinnen werden genauso robust und defensiv gegen uns spielen. Da können die Spielerinnen zeigen, ob sie gelernt haben.“

Spielerinnen bleiben bei der Fußball-EM entspannt

Doch Dzsenifer Marozsan, Peter und Henning sehen die Lage nicht gar so dramatisch. Sie gehen trotz des etwas holprigen EM-Starts ungebrochen optimistisch an die nächste Aufgabe. „Für mich ist das Glas nicht halbleer, sondern halbvoll. Wir haben alles selbst in der Hand und wollen mit einem Sieg gegen Russland das Viertelfinale klar machen. Dann werden wir sehen, wie es weiter geht“, sagte Peter. Das Spiel gegen Russland findet am Dienstag, 25. Juli, statt.

Schweizer Team besiegt die Mannschaft aus Island

Die Fußballerinnen aus der Schweiz haben mit ihrem ersten Sieg bei einer Fußball-EM die Viertelfinal-Chance gewahrt. Die Mannschaft der deutschen Trainerin Martin Voss-Tecklenburg besiegte in Doetinchem die isländische Auswahl mit 2:1 (1:1). Island ging durch Fanndis Fridriksdottir (33. Minute) in Führung, ehe die Schweiz durch Tore von Lara Dickenmann (43.) und Ramona Backmann (52.) das Spiel noch drehte.

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