Der Schweizer Gianni Infantino ist neuer FIFA-Präsident. Foto Kraemer/dpa

Der Schweizer Gianni Infantino ist neuer FIFA-Präsident. Foto Kraemer/dpa

Foto:

Sport

Gianni Infantino ist neuer FIFA-Boss

Von Lars Brockbalz
26. Februar 2016 // 18:10

Gianni Infantino ist neuer Präsident des Fußball-Weltverbands FIFA. Der 45-Jährige aus der Schweiz setzte sich am Freitag beim außerordentlichen FIFA-Kongress gegen den zuvor als Favoriten gehandelten Scheich Salman bin Ibrahim al Chalifa durch. Infantino erhielt im zweiten Wahlgang 115 der 207 Stimmen und damit die erforderliche Mehrheit, für Scheich Salman votierten 88 Delegierte.

Infantino tritt Nachfolge von Sepp Blatter an

Prinz Ali aus Jordanien mit 4 Stimmen und der Franzose Jérôme Champagne mit null Stimmen waren wie erwartet chancenlos. Infantino tritt damit die Nachfolge des für sechs Jahre gesperrten Sepp Blatter an, der die FIFA seit 1998 geführt hatte. Nun soll Infantino die FIFA reformieren, doch Zweifel bleiben. Seine Sozialisation als Funktionär erfolgte im System von Platini und damit im System von Blatter.

Unterstützung auch aus Deutschland

Der bisherige Generalsekretär des europäischen Dachverbands UEFA hatte unter anderem die Unterstützung des Deutschen Fußball-Bundes. Infantino hatte als Kandidat den ebenfalls gesperrten UEFA-Präsidenten Michel Platini ersetzt, der eigentlich Blatters Amt übernehmen wollte.  Kurz vor der Abstimmung im Zürcher Hallenstadion hatte der fünfte Bewerber, Tokyo Sexwale aus Südafrika, seinen Rückzug verkündet. Schon im ersten Wahlgang hatte Infantino etwas überraschend mit 88 Stimmen vorn gelegen, verpasste dort aber die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit.

Immer informiert via Messenger
Wen wünscht ihr euch als Kanzler*in?
3806 abgegebene Stimmen
Folge den Pinguins via Messenger