Der Sellstedter Said Gilan durfte bei der Leichtathletik-WM in London starten

Der Sellstedter Said Gilan durfte bei der Leichtathletik-WM in London starten

Foto: Rehder/dpa

Sport

Leichtathletik-WM: Said Gilani aus Sellstedt läuft Bestzeit in London

Von Lars Brockbalz
4. August 2017 // 20:43

Aus dem Traum vom Sprint gegen Superstar Usain Bolt ist nichts geworden, dennoch hat der Sellstedter Said Gilani am Freitag ein Erlebnis gehabt, das er nie vergessen wird. Er war bei der Leichathletik-WM in London über 100 Meter am Start - und lief eine neue persönliche Bestzeit. 

Bestzeit um zwei Zehntel verbessert

Gilani schied im Vorlauf mit 11,13 Sekunden als Vorletzter seines Durchgangs aus. Trotzdem war das eine Klasseleistung, denn er verbesserte seine persönliche Bestzeit im gut gefüllten Londoner Olympiastadion um zwei Zehntelsekunden.

In Bremerhaven geboren, für Afghanistan am Start

Der 21-Jährige wurde in Bremerhaven geboren, wohnt in Sellstedt und startet für Werder Bremen. Weil sein Vater aus Afghanistan stammt, hat er den deutschen und den afghanischen Pass. Und deshalb durfte er zur WM.

Per "Wildcard" für die WM qualifiziert

Der Leichtathletik-Weltverband vergab an die Nationen, deren Athleten die Norm nicht geknackt haben, Wildcards. Afghanistan nominierte daraufin Gilani, der eigentlich Zehnkämpfer ist, für die 100 Meter. "Ich versuche, das Ganze hier zu genießen", hatte der Sellstedter nach seiner Ankunft in London gesagt. Das dürfte gelungen sein.

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